Da ich am darauffolgenden Tag in den weit über 4000 m hoch gelegenen Parque Nacional Lauca gehen und dort auch mehrere Tage verbringen wollte, vor meiner Weiterreise nach La Paz, machte ich eine Wanderung zwecks Höhenanpassung zu einer etwa 4'500 m hoch gelegenen breiten Hügelkuppe, welche ein paar km südlich der Nevados de Putre liegen. Diese nur von wenig Schnee bedeckten 5000er prägen das nordöstliche Panorama Putres. m hoch).
Die nachfolgende Beschreibung des Weges entstammt einem E-Mail, dass ich Mitte Februar - also mehr als dreieinhalb Monate danach - an zwei Leipziger geschrieben hatte, da jene eventuell den Park besuchen gehen würden:
Der Weg begann in der Nähe der Kirche von wo man auf einem Natursträsschen rechtshaltend folgt, welches zu einem Plateau oberhalb des Dorfes aufsteigt. Oben angekommen erlaubte ein Blick zurück eine schöne Aussicht auf das Dorf und die eindrückliche Landschaft. Der Weg verlief nun ziemlich schnurgerade dem Talboden entlang. Die Hügelkette am Ende des Tales, südlich der Nevadas de Putre gelegen, welcher ich noch bis zum höchsten Punkt folgen sollte, war nun bereits sichtbar. Der Weg endete zwar bald einmal, aber ein Pfad gleich neben einem kleinen Bewässerungskanal, welcher in selber Richtung verlief, machte das vorwärts kommen einfach.
Weiter oben verengte sich das Tal zu einer Art Schlucht. Davor, auf der anderen Seite des Flüsschens grasten Lamas auf einer Weide oben am Hang. In der Nähe, wo der Bach in den Kanal mündete, soweit ich mich noch erinnere - vier Jahre danach (!) - überquerte ich eine Steinmauer. Von dem Moment an habe ich in unregelmässigen Abständen Steinmännchen errichtet oder auch nur GPS-Wegpunkte aufgenommen.
Ich stieg nun ziemlich direkt zur Hügelkette hoch. Oben angelangt war der Weg der mehrheitlich recht flachen Krete entlang vorgegeben. Nicht mehr weit vom Ziel entfernt traf ich auf eine Strasse, welche ich überquerte und darauf den "Gipfelhang" zum Teil etwas rechtshaltend zu besteigen begann. Schätzungsweise 30 min später, respektive vier Stunden nach Aufbruch in Putre den höchsten Punkt zu erreichen. Ich kehrte auf demselben Weg zurück, wobei ich in Putre bereits zwei Stunden später ankam. Von da aus erblickte ich zum ersten Mal den fast perfekten Konus des Volcan Parinacota, zwar aus der Ferne (Entfernung: ca. 40 km) aber trotzdem imposant. Er sollte während der nächsten paar Tag das Panorama prägen.
Anzumerken ist, dass die Rückkehr vor allem dank der Steinmännchen so zügig vor sich gegangen war. Das GPS hatte ich nur kurz einschalten müssen als es darum ging am richtigen Ort vom Bergrücken zurück in’s Tal der Lamas zurückzukehren.
Wegstrecke hin und zurück: mind. 15 km (Rekonstruktion mittels GPS Daten und Google Earth)
Höhenunterschied: 970 m
Hier sind die GPS-Koordinaten (Angabe ohne Gewähr):
Koordinationendatum: WGS-84
Wegpunkt Breite [° min] Länge [° min] Höhe [müM]
Putre1 S18 11.6998 W069 33.5222 3513
Putre2 S18 10.5046 W069 32.5011 3807
Putre3 S18 10.4206 W069 32.3470 3847
Putre4 S18 10.5203 W069 32.2227 3980
Putre5 S18 10.5487 W069 32.2003 3996
Putre6 S18 10.3840 W069 31.9503 4037
Putre7 S18 10.1369 W069 31.6264 4119
Putre8 S18 09.9021 W069 31.4083 4141
Putre9 S18 09.5811 W069 30.7296 4446
Putre10 S18 09.4850 W069 30.7393 4480