Von Hobbits, Gletschern und Südseeträumen travel blog

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Mit Verspätung, einem Kind mit Übelkeit auf der einen Seite und einem anderen mit voller Windel auf der anderen Seite ging es Richtung Samoa und ich kam kurz nach 22 Uhr Ortszeit an. Die Einreise ging ziemlich unkompliziert von statten und schon saß ich im Taxi zum Hotel. Die Fahrt dauerte ca 1 Stunde und ich freute mich schon auf mein Garten-Fale in dem ich nun die folgenden Nächte zu bringen wollte. Ich merkte den Jetlag jetzt deutlich.

Am nächsten Morgen lernte ich beim Frühstück Loreen und Ann kennen, die in Samoa die Kliniken bzgl Familienplanung über die aktuellen Standard aufklärten und fortbildeten. Nach dem samoanischen Frühstück mit Obst und Kakaoreis (ungesüßter Kakao, Lankkornreis und Kokusmilch und Kokoscreme) ging ich zu Fuß in Richtung Stadt. Warum mir die Taxifahrer immer zuhupten war mir im ersten Moment nicht ganz klar, aber sie wollten mich herum fahren. In Samoa geht man sehr selten zu Fuß und nimmt entweder den Bus oder das Taxi. Ich versicherte jedem Fahrer, dass ich gewillt bin zu laufen und sie fuhren weiter. In der Stadt fühlte ich mich dann wie das Licht, dass die Motten anzog, denn ich wurde von jedem fliegenden Händler angesprochen ob ich nicht einen Lavalava (Sarong) oder einen Fächer kaufen möchte. Auch der Abstecher auf den Flea Market erwies sich als Spießrutenlauf, den sobald man auch nur 1 Sekunde vor einem Stand stand, wurde man auch von den umliegenden Händlern angesprochen. Den Nachmittag verbrachte ich am Hotelpool um mich zum einen an das heiß-schwüle Wetter zu gewöhnen und zum anderen die Reisestrapazen zu überwinden. Abends gingen Loreen, Ann und ich Rokos austesten - ein samoanisches Restaurant mit Sonnenuntergangsterrasse. Der Weg sollte sich schwieriger gestalten als es auf den ersten Blick ausschaut, denn aus so ziemlich jeder Einfahrt kam mindestens ein kläffender Hund herausgestürmt. Deshalb sollte man auch immer einen Stock oder einen Stein in der Hand haben und diesen in Richtung Hund zu werfen. Hunde sind in Samoa in etwa mit den Katzen in Griechenland zu vergleichen, einfach immer und überall

Der nächste Tag sollte meine große Prüfung werden, denn ich bekam meinen Mietwagen - links fahren und das mit Automatikgetriebe. Amilia, eines der Mädels vom Hotel, die mich an ihrem freien Tag begleiten und herum führen wollte, hatte die ersten 1-2 Stunden damit zu kämpfen, dass ich auf der Suche nach der Kupplung das Bremspedal ein paar mal zu gut trat, so dass sie den Sicherheitsgurt zu spüren bekam. Mit ein bisschen Übung ging es dann auch ganz gut auf den z.T. sehr engen Straßen zu fahren. So schafften wir es an diverse Wasserfälle, schöne Strände und fuhren am Nachmittag sogar bei Amilias Famile vorbei. Leider fühlt man sich zuweilen wie ein Goldesel, v.a. wenn man für den kleinsten Wasserfall zwischen 5 und 15 Tala (Westsamoa Dollar) zahlen muss, oder am Strand für kurz anhalten und schauen schon mal zwischen 20 und 40 Tala berappen muss. Amilia erzählte mir viel über die samoanische Kultur und lud mich für Sonntag in die Kirche bei ihrer Cousine ein. Abends saßen wir mit Loreen und Ann am Pool und genossen unseren Wein. Zudem gab es 2 Neuankömmlinge - Josephine und Marlowe, die uns Gesellschaft leisteten. Leider reisten Loreen und Ann am nächsten Morgen schon wieder ab.

Ich brach am nächsten Tag mit Josephine und Marlowe Richtung Robert Louis Stevenson Museum und botanischem Garten auf. Im Botanischen Garten, der eher einem tropischen Urwald glich, wanderte ich die große Runde allein und traf auf dem Berg zwei alte Bekannte wieder, die nach dem eher langweiligen Museum, dass ich nicht besuchte, den kurzen steilen Weg genommen hatten. Anschließend erkundete ich die katholische Kirche Shrine of the Three Hearts und den Bahai Temple. Auf dem Weg zum To Sua Trench passierte ich noch ein paar Wasserfälle und verbrachte den Nachmittag am idyllischsten Ort. Der Trench ist ein rießiges Wasserloch in das über eine sehr steile Treppe absteigen kann und dann in ca 20 Grad warmen Wasser schwimmen kann - bei 30 Grad Außentemeratur und einer Luftfeuchtigkeit von knapp 80% eine willkommene Abwechslung. Zum Ausruhen ist rund herum eine große Gartenanlage errichtet worden in der man super chillen kann :)

Am nächsten Morgen klingelte der Wecker bereits um 03:30, da ich um 6 Uhr die Fähre nach Savaii bekommen musste und man bereits 1 Stunde vorher an der Fähre sein muss.

Nach einer kurzweiligen Überfahrt, die ich zum Schlafen genutzt habe, ging es durch Regenwaldgebiet, Küstenstraßen und Schotterpisten über die Insel. Neben dem Schwimmen mit den Schildkröten war ich am meisten von den Lavafeldern begeistert. Samoa hat zT noch immer aktive Vulkan und zu sehen, wie ein Vulkanausbruch 1907/1911 alles platt gemacht hat, war schon beeindruckend. Zurück an der Fähre streikte das Auto und ließ sich nicht mehr starten - Batterie leer... Nach einem Hilfsstart konnte ich auf die Fähre zurück aber beim Verlassen der Fähre, das gleiche Spiel wieder, kein Saft auf der Batterie. Nach einer erneuten Starhilfe lief das Auto auch wieder wie eine 1.

Samstag hieß es Souveniers kaufen und so bummelten wir über den Flea Market bis alles Notwendige und Wichtige gekauft war. Nachmittags durchquerten wir die Insel erneut und fuhren zum Return of Paradise Beach, der nach knapp 4 Jahren nach dem Tsunami vor kurzem erst wiedereröffnet wurde. Hier chillten wir in der Sonne bevor es für den Sonnenuntergang zurück nach Apia ging, den wir entlang des Memorial Walk sehen konnten.

Sonntag hieß es schon wieder Tofa (Auf Wiedersehen) sagen. Den Vormittag verbrachte ich nach dem Packen am Pool und am Nachmittag fuhren wir zu Amilias Cousine für die Kirche. Wir verbrachten den ganzen Nachmittag/Vorabend dort und es wurde nach der Kirche ein samoanisches Essen gereicht (Taro, Gemüsesuppe, Hähnchen). Amila und ihr Neffe fuhren mich am Abend wieder zum Flughafen von wo es zurück nach Auckland ging.



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