Sou's New Zealand and Australia adventure travel blog


07.05

ich komme abends um 21.30 Uhr in Apia an. Männer in Sarongs spielen Musik.

Mein Taxifahrer findet mit Hilfe durch Korrespondenz mit Ash mein Couchsurfing Haus. Hier leben 3 Personen: Ash (Engländer mit Australischem Pass), Emma von Brisbane, Sarah aus Italien (zieht gerade aus und Siv, Australierin mit sri-lankischen Wurzeln, wieder ein) Begruesst werde ich bei Ankunft von Halloween, dem adoptierten Welpen. Ash kommt 5 min nachdem der Taxifahrer weg fuhr. Er ist total nett, genauso wie die anderen. es ist ein eigener kreis von entweder Australiern, die Freiwilligenarbeit hier verrichten und von der Regierung unterstuetzt werden oder andere Nationen, die von der UN angestellt sind. 2 Samoan sind auch dabei. sie leben in der Nachbarschaft. mit einem davon, Olsen, und Ash sitze ich noch ein bisschen auf der Terrasse. mein Schlafplatz ist ein bett im eingangsbereich. eigentlich waere es der Platz fuer Wohnzimoebel. da es hier aber so warm ist, stehen, die auf der Terasse. wie daheim im wohnheim oder meiner ehemaligen wg in vs...(die meobel, nicht die Temperaturen (-:)

08.05

mein plan ist es zu den sliding rocks zu laufen (ca 4km entfernt). das sind felsen, die man wie eine natuerliche rutsche runterrutschen kann. Ash gibt mir seinen Schluessel am morgen. Ich komme nicht weit zu fuss. ein samoan fahert mich zu den felsen. ich treffe auf ein neuseelaendisches paaerchen, die gerade am gehen sind. die Felsen habe ich fuer mich allein. den hoechsten felsen traue ich mich nicht runter zu rutschen, die anderen rutsche ich aber und es macht richtig spass. es stellt sich raus, dass das zurück klettern die groesste herausforderung wird. alles ist rutschig. ein baum, an dem ich mich hochziehen kann, ist schliesslich meine rettung.

auf dem weg zureuck, krubelt eine frau ihr fenster runter und fragt wo ich hin will. ich frage ob sie mich zur hauptstrasse mitnehmen kann. sie meint sie sei gleich zureck.

sie arbeitet fuer eine travel agentur. sie wird mich die naechsten tage in der gegend rum kutschieren, zeigt mir die Insel zwischen terminen und ich buche 2 touren.. was fuer ein zufall. ich werde jeden Tag zu hause abgeholt und wieder abgesetzt werden.

sie nimmt mich mit in die Stadt, ich habe eine stunde fuer den Markt, und sie zeigt mir einen Teich mit schildkroeten.

ich kaufe ein paar bier und nudeln auf dem Rueckweg von der Stadt und wir sitzten abends gemuetlich auf der terasse zusammen. zuvor koche die nudeln und mische pesto darunter.

09.05

Tagsüber fahre ich mit Christy wieder über die Insel.

abends volleyball mit emma. Sie nimmt mich einfach mit, ich spiele nicht, traumatische erinnerungen an die schulzeit. ich war leider nie sonderlich talentiet...obwohl ich gut haette mitspielen koennen. die andrern waren auch noch im lernprozess..

danach treffen wir die anderen von der WG und Freunde in einer Bar in der stadt

10.05

vormittags besichtige ich das Robert louis stevenson Museum. Zuvor besteige ich jedoch den Berg mit seinem Grab darauf. Insgesamt habe ich 2h dafür. Es ist sehr schwül. zum teil geht es senkrecht nach oben. Ich habe richtige kreislaufprobleme und muss oft anhalten. ich glaube jetzt weiss ich, wie es sich anfühlt, wenn man alt ist.

oben angekommen sind 2 Jungs, die rasen mähen und den wald zurückschneiden. ich frage ob man den Berg noch weiter hoch könnte. sie meinen ich soll einfach dem Pfad folgen. beim Grab ist die Aussicht zwar schön aber auch viel von Bäumen und Ästen versperrt. der bis dahin recht "aufgeräumte" weg ist jetzt stellenweise nicht mehr zu erkennen. ich klettere über baumstämme usw. da kommt mir ein joggender Samoan (keine ahnung wie man hier joggen kann ohne sich die füße zu brechen. von der hitze mal ganz zu schweigen..)entgegen. er meint der weg führe nur weiter am berg entlang bis ins nächste dorf. weiter den berg rauf käme man aber nicht. ich drehe also wieder um. ab dem Grab habe ich den jungen mann sowie auch die beiden waldabeiter hinter mir. da sie aber nicht überholen wollen, laufe ich etw zügiger runter als rauf. was auch gut ist, da ich so noch genügend Zeit im Museum habe..

nach den üblichen fragen nach alter und Freund/ehemann wird die unterhaltung mit den herren noch ganz unterhaltsam (beim alter sind die herrschaften immer etw enttäuscht, weil sie mich für jünger halten, beim Thema mann habe ich immer einen. danach fragen sie normal auch nicht weiter und man kann sich entspannt anderen Themen zu wenden..)

das Museum ist ganz interessant. es zeigt wie der Autor hier 4 Jahre in dem Haus mit Familie gelebt hat und informiert zu seinem Leben. nachdem ich selber durch bin, werde ich nochmal von einem MA durchgeführt. und wenn das nicht genug wäre unterhalte ich mich noch über den Autor mit einem anderen MA auf der Terrasse während ich auf meine Abholung warte. zugegeben das Gespräch und was ich dabei erfahren habe, war fast interessanter als das Museum selbst. echt schön hier. ein riesen Garten, riesen haus und nicht so heiß, da es höher liegt.

Christy setzt mich zum Lunch am Markt ab. ich finde hier nichts. ich will nichts Fritiertes oder extrem fettiges. ich ende bei MC Doof (und da gibts nicht mal diet coke oder coke zero, nur die normale) und bestelle ein Wrap. dann finde ich noch einen Stand mit frischen Kokusnüssen. hier gibt es 2 Sorten, die die es bei uns gibt und eigentlich nur das Fruchtfleisch verwendet wird und die, die wegen der Milch angebaut wird. sooooooo lecker. gibt's leider in Deutschland nicht.. natürlich werde ich von Christy mal wieder von der Straße aufgelesen, bevor ich am ausgemachten Punkt bin. ich habe es hier noch nicht 1x geschafft selbständig von A nach B zu laufen. sie bringen mich wieder nach hause. abends gehe ich mit Siv inisch essen. super spannendes gespräch. Teil ihrer arbeit ist es sich wissenschaftlich mit der samoanischen Kultur zu beschäftigen. sie erzählt mir viel davon.

Anschließend treffen wir die Jungs wieder in einer Bar in der Stadt.

11.05

Heute werde ich früh abgeholt. mein 3tägiger Ausflug auf die Nachbarinsel Savaii beginnt. Christy bringt uns (Tafa (Cousine), ihre Schwester Myra mit ehemann (nennen wir ihn mal K) und nichte und mich) zur Fähre. Die überfahrt dauert eine gute Stunde. Am WE ist Muttertag. das ist ein riesiger Feiertag hier. Savaii ist viel ländlicher als Upolo, die andere Haupt-Insel. Hier gib es keine großen Städte. Viele sind hier aufgewachsen, wohnen zum arbeiten auf upolo oder haben Verwandte auf Savaii. jedenfalls ist das Schiff brechend voll. wir finden trotzdem einen Sitzplatz. Ich finde es toll, draußen zu sein, die anderen wären lieber ein Stock tiefer im klimatisierten Raum.

Dort holen wir einen Mietwagen. Dann erfahre ich, dass wir noch zur Hochzeit von K Bruder gehen. erst ist die Trauung und anschließend die Taufe der Braut. die 2 müssen heiraten, weil sie ein Kind zusammen haben und die Taufe ist anschließend da sie unverheiratet als Mutter nicht aufgenommen werden kann. Ich habe ein kurzes Sommerkleidchen an, das weder meine Knie, noch meine Schultern bedeckt.. Für meine Schultern bleibt mir nichts anderes übrig als meinen pinken Sarong zu nehmen. das hätte man mir echt mal früher sagen können. Ich bin in der Kirche die einzige Touristin und eine Attraktion für die Kids. Ich bleibe noch bis zur Taufe. Wir sehen in einem Spiegel, wie sie ins Wasser gehalten wird. dann bringen sie mich zu einem Teich, wo ich mit Schildkröten schwimmen kann. K's Frau hat zum Glück bemerkt, dass ich mich nicht ganz so wohl in der Kirche fühle. An dem Teich bin ich die einzige. Ich probiere heute zum ersten Mal meine Unterwasser camera aus. Ich versuche da ich Zeit habe ein Foto von mir unter Wasser mit einer Schildkröte im Hintergrund zu bekommen. das gelingt mehr oder weniger. die Schildkröten sind riesig und ich musste mich erst an sie gewöhnen. sie schwimmen ihre Bahnen und nahmen nicht wirklich Notiz von mir. Im Dorf Lelepa wohnt Tafas Familie und die ihrer Cousine in einem Haus gegenüber. Ich bin gemeinsam mit Tafa bei ihrer Ziehmutter (biologische Eltern sind die Nachbarn, Tafa wurde als Kleinkind "adoptiert" und wie eine eigene Tochter erzogen). Wir dürfen im Ehebett von ihren Eltern schlafen. Ihre Mutter hat 14 leibliche Geschwister. Hier hat jeder min 7 Geschwister. Wenn ich danach gefragt werde sage ich 1 Bruder und die nächste Frage ist dann: und wie viele Schwestern? wenn ich dann sage, keine, werde ich ganz erstaunt angeschaut. Nachmittags holt Myra mich ab und zeigt mir ein Lavafeld. das ist schon beeindruckend, da ich aber schon auf Lanzarote war... ok, das mag jetzt etw überheblich klingen..

K bringt zum lunch rohen, frisch am morgen gefangen, Fisch in Kokosmilch. das schmeckt echt lecker.

Abends fahren wir (Tafa, Myra, K und ich) zum Mata O Le Aleo Pool. Hier schwimmt jeder bekleidet und Männer und Frauen sind in getrennten Pools. Meine Bekleidung ist in dem Fall ein geliehener Sarong von Tafa über meinem Bikini. Wir machen ein paar lustige Unterwasserbilder von einander.

Zum Abendessen gibt es Biskuits und Fertignudeln (die sind hier sehr beliebt, wahrscheinlich weil schnell zubereitet und sehr preiswert)

12.05

Heute ist Muttertag. Die Kirche beginnt um 08.00 Uhr. So richtig eilig scheint es aber keiner zu haben. Wir kommen um 08.30 Uhr an. Tafa und ihre Familie ist heute früh schon um 04.00 uhr aufgestanden, um das Essen vorzubereiten. Es wird Gemüse und Fleisch traditionell im Feuer zubereitet. Diese sind in Blätter gewickelt, und garen langsam unter im Feuer erhitzten Steinen vor sich hin.

In der Kirche ist in der ersten Stunde ein Seminar angedacht. Ich bin gemeinsam mit Tafa in der Gruppe Singels von 18 bis 30 Jahren. Thema: Wege zur Erlösung. tafa hält die "Stunde" Da wir aber so spät dran waren und um 09.00 Uhr der Hauptgottesdienst anfängt, geht diese nicht sehr lange. Wir sitzen in der letzten Reihe hinter den Kleinkindern. Da der Gottesdienst auf Samoan stattfindet und auch nicht extrem viel gesungen wird, bin ich darüber sehr dankbar. Kleinkinder können doch so herrlich unterhaltsam sein...

Nach dem Gottesdienst gibt es einen richtig leckeren Lunch. Mein Faforite ist die in Blätter gewickelte Kokoscrème...

Ich wollte einen Strandspaziergang machen und schwimmen gehen. die anderen dürfen nicht mit, weil Sonntag ist. sogar ein Strandspaziergang ist ihnen heute verboten. wir planen eine nachtwanderung stattdessen. wir legen uns erst mal alle zu einem Mittagsschläfchen hin. erst um 17.00 uhr bin ich wieder wach. jetzt muss ich mich beeilen, da die Sonne bald unter geht. Auf dem Weg zum Wasser winkt mir Myra zu. sie bietet mir eine frische kokosnus an. man merkt richtig wie sie zu verhindern sucht, dass ich heute schwimmen gehe. da sie damit keinen erfolg hat, bringt sie mich die 50m zum Strand, wo sie ihr ehemann mit dem auto dann abholt. hier wird jeder schritt gefahren. von Tafa und ihrer Familie wurde mir ausdrücklich gesagt, dass ich als Tourist heute schwimmen gehen kann. außerdem hatte ich einen sarong dabei, den ich zum schwimmen umbinden wollte.

Leider hatte ich aber keine Taucherbrille. Ich bin über die schönsten Korallenriffe geschwommen (nach dem was ich auf den Bildern meiner Camera sehen konnte) Ich war im Wasser und im Hintergrund der schönste Sonnenuntergang und das schönste Abendrot...

Nach dem Abendessen (Reste vom Lunch)machen Tara, ihre kleine Schwester und ich unseren Nachtspaziergang entlang an der Hauptstrasse bis zum nächsten Dorf.

Davor erzählt mir Tafas Mutter noch von ihren Problemen mit Christy und auch wie wenig Geld, von dem was ich bezahlt habe, bei ihr ankommt: fast nichts. es ist erbärmlich und ich bin so wütend. leider will sie nicht, dass ich mit Christy darüber spreche. Kurz danach werde ich noch Zeuge eines Telefongesprächs Christys mit Tafas Mutter. Christy wollte Tafa abkommandieren, dass sie mich morgen auf der Fähre zurück begleitet, ohne es ihr früher gesagt zu haben. Die lässt das aber glücklicherweise nicht mit ihr machen. Sie will noch einen Tag länger bleiben und ihrer Mutter helfen. Vor allem Tafas Mutter ist darüber sehr erbost. Die Situation ist die, dass Tafa Tourismus studiert und hierfür in Apia lebt. Sie kann es sich nicht leisten allein zu leben und lebt deshalb im selben Haushalt mit Myra, K und Kristy (die 2 teilen sich sogar das selbe Schlafzi und Tafa hat keinen eigenen Schlüssel für die Whg)

13.05

In Samoa gibt es keine Frühstückskultur und da sie für mich Frühstück zubereiten sollen und mir was Gutes tun wollen, bekomme ich Fertignudeln und Biscuits. Um 08.00 Uhr werde ich von Myra und ihrem Ehemann abgeholt. Sie zeigen mir heute Savaii. Als erstes fahren wir auf die andere Seite der Insel zu den Alofaaya BlowHoles. wow so schön. zur Demonstration wieviel Kräfte hier zu Werke gehen, legt ein Einheimischer eine Kokosnuss neben ein Loch. als dann das Wasser hochschießt zerfetzt es die Kokosnuss in der Luft. Nächster Stopp ist ein Wasserfall (glaub Afu-Aua-Wasserfall) unter dem ich in einem Wasserloch schwimmen kann. Ich habe alles eine Stunde für mich allein. es ist wundervoll. danach bringen sie mich zur 14.00 Uhr Fähre zurück nach Upolo. Dort soll ein Mann auf mich warten, der mich zurück zu Ash fährt. Kurz vor Ankunft ruft Christy mich an, ich solle ein Taxi nehmen, das bezahlen und sie würde mir später das Geld vorbei bringen. glücklicherweise habe ich genug Bares dabei. Hier zahlt man einen Festpreis, wenn man ein Taxi nimmt. Jeder Taxifahrer muss eine Liste mit den Preisen mit sich führen und auf Verlangen auch vorzeigen. ein vorteil, dass es nicht auf Zeit geht ist, dass man den Taxifahrer auch mal bitten kann vorm nä Supermarkt zu halten und der preis ist immer noch der gleiche.

Christy bringt auf Nachhaken meinerseits abends dann noch das Geld vorbei.

Olson, Ashs einer von Ashs samoischen Freunden, will Koch werden. heute Abend kocht er ein 7-Gänge Übungsmenu. wow wow, Olso du bist ein Genie, du spielst mit den Zutaten und zauberst neuen Geschmack.. Es waren ca 14 Freunde eingeladen. Einige Gesichter waren mir schon von den Abenden zuvor bei Ash bekannt. 3 Jungs spielten Helfer für olso und machten den ganzen Service. das einzige was ich tun konnte, war mit Emma den Abwasch danach. für so ein Menu würde ich immer spülen (und wenn ich was hasse, dann ist es spülen)..

14.05

Christy holt mich heute morgen ab. Ich werde mit Tafa meiner samoanischen Schwester einen Tagestrip nach Manono, einem kleinen Inselchen ohne Autos und Hunde (auf Samoa gibt es sonst überall Hunde und auch Schweine, die rumrennen)machen. Nach Fahrt auf einem kleinen Bötchen mit vielleicht 4 Einheimischen (einer davon arbeitet in der Sicherheitskontrolle am Flughafen und erkennt mich dort beim Abflug wieder. Ich ihn in seiner Uniform erst nicht...) werden wir an einem einsamen Steg abgesetzt. Es ist Mittagszeit und brütend heiß. Wir umrunden die Insel (soll ca ne h dauern, aber ich glaube, wir sind langsamer) Dann halten wir an einem Privatstrand. es ist nicht der Strand an den wir sollten, wie sich später herausstellt. ich gehe allein schwimmen, da Tafa keine Kleider zum wechseln dabei hat. sie winkt mir später. ein Mann hat sich zu ihr gesellt. ihm gehöre der Strand. ich soll für mich 5 Talar vorstrecken (ca 1€). ihrer Cousine hat Christy am telefon gesagt, dass sie wegen dem Geld nicht schwimmen gehen soll. so ne Frechheit bei der Hitze.

ansonsten ist die Insel ein Traum, total ruhig und idyllisch mit den Hüttchen am Wasser und den Palmen. Bevor wir mit dem Schiff zurückfahren, bekommen wir am Bootsableger Fisch und Kokosnussmilch aus dem Kühlschrank. mhmmmm

abends helfe ich Emma und ihrem Freund einen Seitenraum der Ynot bar für ein Fundraising Siva am nächsten Abend für den Paddling Club vorzubereiten. Motto Piraten. Ash, Olso und Freunde folgen später auch noch. 2 kellner (einer hiess glaub nielson wegen dänischen vorfahren mit nachnamen, sah aber so gar nicht mehr danach aus) von unten helfen auch mit totenköpfe auf weisse leintücher zu malen, oder piratenhüte zu basteln. Anschließend folgt ein ruhiger Abend auf Ashs Terrasse

15.05

Heute bringt Christy mich zu einem Schnorchelpatz in Apia. ich habe zwar an meine Unterwassercamera gedacht, aber leider die batterie im Ladegerät vergessen..

Genial, blaues Wasser um mich rum und lauter kleine goldene Fische unter, neben und über mir von der Sonne angestrahlt. habe selten etw so schönes gesehen. das Korallenriff war auch toll. wahrscheinlich hätte es sich gegen eine kleine Gebühr gelohnt ein paar Flossen aus zu leihen. ich hatte Ashs Taucherbrille und Schnorchel dabei.

Abends zur Fundraising Veranstaltung kamen leider nicht ganz so viel Leute wie erhofft. mit hat es trotzdem gefallen. allerdings blieb ich auch nicht so lange, da sich die Möglichkeit auftat entweder sehr früh mit Siv zurück oder irgendwann sehr spät mit Emma zu fahren. Ich habe mich für die frühere entschieden.

16.05

Heute beginnt der 3 tägige Trip um Upolu. Ein älteres neuseeländisches Pärchen sitzt mit im Auto. Sie haben mit Christy eine Tagestour über ihr Hotel gebucht. Nach einer wunderschönen Fahrt entlang der Küste ist unser erster Stop Fatumea Cave pool. es ist unheimlich und saucool zugleich von einem Felspool in eine Höhle rein zu schwimmen, bis man nichts mehr sieht. Danach fahren wir in die Berge mit kurzem Halt an einem Wasserfall, einem Stand, wo Kokosnüsse verkauft werden und einem Aussichtspunkt. und das Highlight: Le sua ocean trench: Wer diesen Graben erreicht hat, der rundherum dicht von Pflanzen verhüllt ist, muss nur seine Höhenangst überwinden und über eine Leiter 30 Meter in die Tiefe steigen. Dort wartet ein Badevergnügen der besonderen Art : Türkisblaues Wasser und das Gefühl einen geheimen Schatz entdeckt zu haben...(der letze Satz klingt etw geschwollen, fand die gefundene Beschreibung im Internet dazu aber ganz passend)

danach werde ich an einem Schiffchen, das mich zu Namua Island bringt, abgesetzt. das neuseeländische Pärchen fährt mit christy weiter. Die Insel wird auch Turtle Island genannt, weil sie die Form einer Schildkröte hat. sie ist winizig und außer ein paar Beach fales gibt es da nix, keine dauerhaften Bewohner, kein Strom und Wasser vom Regentank. Ich bin der einzige Tourist. Als ich da ankomme ist es ca 14.00 Uhr. Christy hat mir erzählt, dass ich dort heute Lunch und Abendessen und morgen Frühstück und Lunch bekommen werde. Ich werde morgen von ihr um ca 16.00 Uhr wieder abgeholt. die bootsüberfahrt dauert vielleicht 10 Min. ich frage Isaac, der das Schiff steuert, wie alles funktioniert, er scheint ja ganz nett zu sein, aber leider ist sein Englisch nicht so toll. Angekommen zeigt er mir mein Fale. Ich suche nach weiteren personen und finde Mele und Linda, die auch hier arbeiten. Ich frage nach Lunch. Sie schauen mich mit fragenden Gesichtern an. Es wurde für mich weder heute noch für morgen lunch bestellt. sie rufen ihre chefin an. solange kein geld vorliegt, kein lunch. ich bitte ihre Chefin am Telefon Christy an zu rufen und das mit ihr direkt zu klären. Christy wird das geld später nach zahlen. mich ruft sie später auch noch an, mit dem Hinweis ja nichts zu zahlen. Entschuldigung Fehlanzeige. Ich sonne mich danach ein wenig an diesem wunderschönen Strand auf dieser wunderschönen Insel. direkt neben meiner Fale (samoanisches Wort für Haus, sind aber eher kleine Holzhüttchen auf Holzpfählen direkt am Strand. Sie haben ein Dach und die Bast o. Stoff- "Außenwände" können nach Bedarf wie Jalousien hin- oder weggemacht werden) ist eine Hängematte aus einem alten Volleyballnetz, gespannt. Volleyball ist in Samoa sehr beliebt und habe ich gerade auf Savaii in den ärmsten Dörfern gesehen.

Lunch ist köstlich. es gibt fisch, kochbananen, reis... es ist mehr ein dinner als lunch. mele setzt sich während ich esse zu mir, sie hat 10 kinder und sich gerade von ihrem mann getrennt, weil er zu viel getrunken hat. trotz des wenigen geldes fühlt sie sich seit dem frei. Nach dem lunch will ich schnorcheln gehen. dafür sei für mich auch nicht bezahlt worden und ohne cash dürfe sie es mir nicht geben. da ich weiss, dass sie das geld behalten darf, gebe ich es ihr und werde es mir von christina später zurück holen. mele wollte es mir erst umsonst geben mit der Auflage, dass ich ihrer chefin nichts darüber erzähle. christy bereitet mir echt schlechte laune. auch wenn ich gerade im paradies bin. beim schnorcheln mache ich ein paar Bilder mir meiner Unterwasser camera. dann sonne ich mich und bekomme Abendessen. wieder lecker. ich schaffe es nicht ganz. Linda (18) und Mele (43) werden die Nacht an Land und ich auf der Insel mit Bond und Izaac verbringen. Sie fragen mich, ob ich mit an Land will, als die Ladys übergesetzt werden. dort lerne ich die Schwester der Chefin Tina Matila, eine total herzliche Frau und Lou eine junge Amerikanerin die als Volontärin im Dorf Englisch unterrichtet. Wir verstehen uns prächtig. aber dann muss ich mit den Jungs zurück auf die Insel. wie schon gesagt spricht Izaac nicht sonderlich gut englisch und Bond leider auch nicht (mele und linds sprechen fließend) Sie schichten auf der Insel Kokosnussschalen und Äste zu einem Haufen am Strand für ein Feuer auf. daneben stellen sie einen Tisch und 3 Stühle und bewirten mich mit Cola. Izaac erzählt mir er wäre 31. (mele erzählt mir später er ist 41. da er nicht so alt aus sah, habe ich ihm das mal geglaubt.. tja.. reingefallen..) Die Jungs (bond ist auch schon ende 20, da er aber so klein ist, sieht er eher aus wie ein Junge) oder Männer und ich haben jedenfalls einen lustigen Abend zusammen. sie schütten mir ihr Leid darüber aus, dass es keine Frauen für sie im Dorf gäbe. das nächste mal bringe ich 2 freundinnen mit, versprochen...gell mädels (-: am nächsten Tag erzählt mele mir übrigens, dass sie schwanger sei und Izaac der Vater. er wolle eine Beziehung und für das Kind da sein, aber sie nicht, da er zu wenig verantwortungsbewusst sei.. Auch erzählt sie mir, als junge Frau wollte sie mal ein junger hübscher Australier heiraten. da sie ihn aber nicht liebte, hätte sie das damals abgelehnt (danach hat sie ihn dann vermisst)ihre eltern würden ihr das bis heute vorhalten. Sie erzählt auch von dem großen Familienzusammenhalt, den sie haben. Sie werde von ihrer Familie (ob finanziell oder beim babysitten) immer unterstützt, auch bei der trennung von ihrem mann. Mele ist eine Frau mit Prinzipien. ich bin hier vielen starken frauen begegnet.

Trotzdem auf der anderen Seite zeigt sich immer wieder das heilig christliche Samoa..ich werde hier mal wieder (auch von Linda und Mele) gefragt, ob ich in die Kirche gehe.. so eine Doppelmoral überall. was ich hier so alles miterleben darf. Siv hat mir noch vor ein paar Tagen von wissenschaftlichen Studien zur samoanischen Kultur erzählt und jetzt bin ich praktisch mitten drin.

17.05

Nach dem Frühstück gehe ich mit Bond auf die Spitze der Insel, die eigentlich ein Berg im Wasser in Schildkrötenform ist. wer sich jetzt einen leicht ansteigenden gut ausgebauten Wanderweg vorstellt, liegt extrem daneben. es geht senkrecht in nicht gerade langsamen Tempo nach oben. man ist das anstrengend. den 2 Inselhunden hats gefallen. sie bekommen sonst auch wenig aufmerksamkeit. wenn ich sie ein bisschen gestreichelt habe, sind sie mir eine zeit lang überall hin nachgelaufen. sie scheinen sich richtig nach Zuneigung zu sehnen. wobei am WE glaub genug Touristen kommen..

der Blick von oben ist klasse. nach dem Lunch wollte ich um die Insel laufen. das geht nur bei Ebbe. es ist auch kein weg. ich hätte das gestern machen sollen. da dachte ich aber, ach geht doch morgen auch noch. von wegen. nach meinem mittagsschläfchen, ist das wasser immer noch zu hoch und ein Sturm braut sich zusammen. Izaac ist extra ein paar Meter gelaufen, um zu schauen,ob wenigstens ein stückchen zu laufen geht. leider nicht, zu gefährlich. dann heisst es Abschied nehmen. vor allem Mele und Linda habe ich echt lieb gewonnen.. Linda ruft mich am nächsten Abend sogar extra nochmal an um mich zu verabschieden. das ist so süß. normalerweise haben sie zu den touris weniger Kontakt, da ich aber allein dort war und von Anfang an einen Draht zu ihnen, hatte ich ein unvergessliches Erlebnis auf einer Trauminsel. ich komme wieder..

Christy bringt mich zu Faofao Beach, da ca eine halbe Stunde entfernt die Küste entlang liegt. Ich frage sie ob diesesmal alles bezahlt sei. jaja. die leute dort erzählen mir, dass sie den Lunch nicht komplett bezahlt hätte und das ständig passieren würde. Diese Frau ist mein Fluch und mein Segen (weil ich indirekt durch sie so viele wunderbare Menschen kennen gelernt habe). Ich döse vor mich hin bis zum Abendessen. da nicht viel los ist (ich hätte am nächsten Tag kommen sollen, da ist hier groß Party und leute kommen von weit) gehe ich wieder zurück zu meinem Hüttchen am Strand, Ich sitze auf meiner "Veranda" als aus dem Dunkeln plötzlich ein Mann auftaucht. ich kriege einen Schreck. stellt sich dann aber raus, dass es sich um den nachtwächter (bruder der eigentümerin) handelt, der seine Runde dreht. nach einem kurzen Plausch verabschiede ich mich ins bett.

18.05

Irgendwie weiss meine innere Uhr, dass ich heute vieel Zeit habe und schlafe mind 12h. Nach dem Frühstück komme ich auf die Idee, Postkarten zu schreiben. das büro ist aber noch nicht besetzt. Also gehe ich nochmal schlafen... nach Lunch habe ich mehr glück. ich treffe den Sohn der Besitzerin (habe ihn gestern schon mal kurz gesehen) an. er hat tourismus studiert und hilft am WE hier aus. er erzählt mir voller Begeisterung von seinen Ideen und was er hier im betrieb verändern möchte. morgen fliegt er zu den Fijis mit einem Freund, um sich Ferienanlagen anzuschauen für neue Anregungen. Es macht echt spass sich mit ihm zu unterhalten. spontan gehen wir zusammen fischen und schwupps verändert sich ein seheehr langweilig scheinender nachmittag in das Gegenteil.

Bei meinem 3. Angel-Versuch schaffe ich es die Reuse? (so eine Plastikkugel, die die schnur über wasser hält) zu zertrümmern.. lala ich werde wohl keine anglerin. zum glück nicht weiter schlimm. mein neuer freund versucht mich zu überreden, abends zur großen party zu bleiben..nachdem Christy mir angerufen hat, um mir zu erklären, dass sie nicht selber kommen, sondern einen Taxifahrer stattdessen schicken werde, wäre es fast soweit gekommen. ich glaube das taxi kam ca 1,5 h später als christy mich abholen wollte.. ich koche mal wieder innerlich. ich hätte nicht mal genug bares dabei gehabt, um eine weitere nacht zu bezahlen. wobei die leute da so nett waren und meinten, ich müsse mir darüber keine Sorgen machen.. ich schaffe dann aber doch noch den Absprung. Emma und Siv sind beide zu Hause und leider auch beide krank. Für einen kurzen Plausch auf der Terrasse sind sie aber noch fit genug. ich gehe mal wieder früh ins Bett.

Auf Turtleisland werden am WE 2 Gruppen junger Menschen erwartet, die laut Mele und Linda nur saufen und dreck hinterlassen. (kann mir die friedvolle paradiesisch anmutende Insel so gar nicht vorstellen) ich glaube Ash ist bei einer dieser Gruppen dabei.. jaja die welt ist doch klein.

19.05

Morgens frühstücke ich mit Emma und ihrem Freund. es gibt Brot, Thunfisch, spinat und schafskäse.mhmm.. danach gehen die beiden schwimmen. als 2. Frühstück wird mir von Siv ein ein Brei ähnlich wie Milchreis mit Karotten, Zimt und Zucker drin (ich denke hat seinen Ursprung in Sri lanka, da ihre Eltern von da stammen)angeboten. war auch nochmal lecker. dann packe ich und schreie skizzenartig die Stationen der letzten 2 Wochen für mein Tagebuch auf ein paar Zettel nieder.

Nachmittags treffe ich Tafa und ihre Cousine in der Stadt. Eigentlich wollte ich einen Bus nehmen. Diese sehen aus wie aus einem Film aus der Vergangenheit. Einheimische setzen sich gegenseitig auf den Schoß, wenn kein Platz frei ist (würden sie niemals bei Touristen machen)

Da aber Sonntag ist, fahren heute keine Busse, so dass ich schlussendlich gelaufen bin (ca 30-40 min). Auf den letzten 100m hält ein bekanntes Auto. Christy ist mit ihrer Freundin unterwegs. Sie fährt mich in die Stadt. Ich spreche sie auf die Leihgebühr an, die ich für die Taucherausrüstung bezahlt habe (ich sehe sie seit dem das erste mal wieder). Anstatt auf die Idee zu kommen sich zu entschuldigen, muss ich mit ihr rumdiskutieren. Ich bin so sauer, kann aber auch zum ersten Mal direkt was sagen. Die anderen Male durfte ich entweder nicht, da Tafa oder ihre Mutter es nicht wollten oder sie dann jedes mal so freundlich zu mir war oder was nettes getan hat, dass ich nicht konnte.

Sie setzt mich am Bell Tower ab. Tafa und ihre Cousine warten am Markt. Nach gegenseitigem Lotsen am Handy finden wir uns aber. Die Stadt ist wie ausgestorben. Ein älteres Touristenehepaar fragt nach dem Markt. Man hätte ihnen gesagt, er sei heute offen. Wir müssen sie leider eines besseren belehren.

Da wir nichts anderes finden, gehen wir zu Mc Donalds. Ich esse mal wieder ein Wrap, als Nachtisch haben wir alle ein Eis. Dann ruft Christy ihre Cousine an, sie soll jetzt Eis in die Whg bringen, das sie ihr gleich übergeben wird. Wir drei wollen eigentlich ans Meer vor. Damit ist das gemeinsame Treffen leider beendet. Die 2 wollten, dass ich mit ihnen komme. Da die Whg aber am anderen Ende der Stadt als Ashs Haus ist und ich da auch noch in Ruhe packen und mich von den Leuten dort verabschieden will, laufe ich nach Hause. Auf dem Weg zurück kaufe ich eine Papaya und eine Ananas (die einzigen Stände die heute auf haben)

Als ich zurückkomme ist die Haustür abgeschlossen und Ash hat seinen Schlüssel natürlich mit auf die Insel genommen. Ich setzte mich mal aufs Bett draussen und warte. Da höre ich innen plötzlich Geräusche. Es stellt sich heraus, dass Siv doch da ist und die Tür unten nur abgeschlossen hat, dass niemand reinspazieren kann, wenn sie oben in ihrem Zi ist.

Wir unterhalten uns noch ein bisschen, ich mache meinen Obstsalat. Später kommt Emma noch dazu. Heute haben sie Samoan-Unterricht (1x wö, ist Teil des Freiwilligenprogrammes) Ist ganz interessant zuzuören (fand auf der Terrasse am Tisch statt, ich lag währenddessen in der Hängematte)

Christy holt mich am Abend (wieder mit ihrer Freundin im Auto) ab und fährt mich zum Flughafen. Zum Abschied bekomme ich von ihr noch einen Lavalava (sarong) geschenkt. beim abschied merke ich, dass ihr das tatsächlich schwer fällt. ich wünschte sie würde mit ihren Mitmenschen (vor allem mit Tafa) fairer umgehen anstatt immer diese Pseudoheiligkeit an den Tag zu legen..

Mein Flieger geht kurz nach 22.00 Uhr. Am Flughafen treffe ich wieder auf das neuseeländische Pärchen, vom ersten Tag meiner Upolu Tour.

Ich kann mein Trinkflasche gefüllt mitnehmen. Es reicht ihnen als Beweis, dass ich davon einen Schluck trinke. Warum geht das nicht wo anders so einfach? und wie schon erwähnt treffe ich den Beamten von der überfahrt nach Monolo island wieder (an den ich mich da immer noch nicht erinnern kann, auch nach erneutem Studium der Bilder).. mysteriös..

und dann tschüss paradies and hello Auckland....

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