Reiseberichte S/Y Ceti travel blog

Boyfalo

Schiebe-Brücke von Chalkis

Chalkis, Stadtquai

Limni, Hochzeitsschiff

Limni, Markt

Lichaden Inseln

Trikeri, Anleger

Insel Trikeri

Kloster auf Trikeri


Lavrio - Chalkis - Volos

Am 6. September trifft Gisela bei uns auf der Ceti ein, nachdem sie für die relativ kurze Taxifahrt vom Flughafen Athen nach Lavrion ziemlich ausgenommen worden ist. Den Nachmittag verbringen wir mit Sonnenbaden und Einkaufen in der angenehmen Marina.

Am anderen Morgen gehts bei viel Wind los. Dieser starke Wind, immer von vorne und mit unangenehmer Welle, wird uns in den nächsten Tagen auf der Fahrt durch den Evvoikos Kolpos begleiten. Unser erstes Ziel, die Insel Megalo, müssen wir zugunsten eines Halts am Festland streichen.

Am folgenden Tag schaffen wir es bis nach Boyfalo auf der Insel Euböa, wo wir in spiegelglattem Wasser ankern. Der Ort scheint ausgestorben aber als wir uns der einen noch etwas belebt aussenden Taverne nähern, wird schnell die Beleuchtung eingeschaltet.

Da in unseren Handbüchern unvollständige und widersprüchliche Angaben zu der Öffnung der Brücke in Chalkis gemacht werden, befrage ich die beiden andern Ankerlieger zum Thema. Der Eine meint, die Brücke werde zu unserem Termin am Freitagabend nicht mehr geöffnet und der andere meint gar, die Brücke sei defekt. Zudem sei am nächstmöglichen Termin, dem kommenden Montag, Vollmond, was ein Passieren ebenfalls verunmöglichen könnte.

So treffen wir dann einigermassen gespannt in Chalkis ein. Sollte die Brückenöffnung tatsächlich erst am kommenden Dienstag erfolgen, würden wir Volos nicht mehr termingerecht erreichen. Wir ankern vor der mit lokalen Booten vollgestopften Marina und ich rudere an Land und marschiere zur Hafenpolizei. Die beiden charmanten Damen fragen mich, ob wir heute die Brücke passieren wollen. Ich frage zurück, ob das denn möglich sei? „No problem“, die Antwort, die Brückei sei am Freitag geöffnet und defekt sei sie auch nicht! Darauf geniessen wir den Abend im schönen Chalkis und sind um 21:00 wie verlangt am Funk auf Standby. Die Wartezeit verbringen wir vor Anker unmittelbar bei der Brücke. Um 03.00 geht’s dann endlich los. Die Brücke wird geöffnet und wir passieren hinter einem Frachter und zusammen mit wenigen Segelschiffen die enge Stelle. Kurz nach der Brücke machen wir am eleganten Quai für den Rest der Nacht fest. Noch ist hier viel los aber um 04:00 wird überall die laute Musik abgestellt und es wird ruhig.

Nachdem wir ausgeschlafen und in der belebten Stadt eingekauft haben fahren wir weiter bis nach Limni. Der starke Wind ist unterwegs kein Thema mehr. Der Hafen in Limni ist schmal und die Einfahrt eng. Nachdem wir vorsichtig die Einfahrt passieren stellen wir fest, dass ein Weiterkommen nicht möglich ist. Der Hafen ist bereits vollständig zugestellt. Zurück geht’s auch nicht richtig, weil uns Fallböen auf eine untiefe Stelle treiben. So bleibt uns nichts anderes übrig, als notfallmässig an einem grossen amerikanischen Stahlschiff längsseits zu gehen. Damit wir die schmale Hafeneinfahrt nicht vollständig versperren verholen wir uns mit Hilfe des amerikanischen Skippers noch einwenig. Jedenfalls liegen wir jetzt so, dass es einem einheimischen Fischerboot gelingt, mit einem frischvermählten Brautpaar auszulaufen. Im sehenswerten Ort Limni findet an diesem Abend ein grosser Markt statt.

Nun geht’s weiter bis zu den Lichaden Inseln, wo der Kurs nach dem Umrunden des Kapps einen Knick von fast 180 Grad macht. Jetzt sind wir im Diavlos Trikeri. Bevor in den Golf von Volos einlaufen, übernachten wir noch in Oreoi. Wir würden problemlos einen Liegeplatz finden, wenn nicht eine Segelyacht längsseits an der Mole liegen würde. Trotzdem finden wir noch ein Plätzchen für die Ceti.

Am anderen Tag steuern wir die Insel Trikeri am Eingang zum Golf von Volos an. Wir finden einen Liegeplatz am kleinen Anleger und geniessen die einzigartige Stimmung auf dieser kleinen Insel. Ein kurzer Spaziergang und eine Besichtigung des Klosters runden den Tag ab.

Nun steht noch die letzte Etappe von Trikeri nach Volos an. Unter Maschine treffen wir am Mittag dort ein und machen mit dem Heck zum lauten und staubigen Quai fest. Die angenehmen Liegeplätze am verkehrsfreien und eleganten Stadquai sind leider alle vermietet. Hier in Volos wird uns Gisela leider verlassen.



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