KARIN GOES FAR travel blog


Ortszeit 3.30h (nachts) pünktlich in Tbilisi, Georgien gelandet. Unser Gepäck leider nicht! Notfallmässig in Tbilisi geblieben, anstatt an unsere Destination Kutaisi weiterzureisen. Auf dem Weg in die Stadt an einem Glasgebäude vorbei gefahren auf dem „Polizei“ steht. Soll angeblich die Transparenz der Behörden demonstrieren. Ich frage mich, ob das Thema Transparenz für die Georgier damit abgehakt ist.

Dass auf der Explorer Reise nichts gestellt oder beschönigend dargestellt wird, beweist unser Tag 2. Falsche Annahmen und Missverständnisse um 7 Ecken rum und um 7 Uhr Abends kam endlich das erlösende wenn auch nicht das Problem lösende AHA-Erlebniss. Die Storyline für den bereits halbfertigen Spot für heute im Eimer. Es hat sich heraus gestellt, dass die Familie die wir besucht haben mit dem Mikrokredit und der Patenschaft, lediglich aufgrund der Patenschaft mit Worldvision in Verbindung steht und nicht wie angenommen wegen dem Kredit. Beim Besuch haben sich unsere Fragen vorwiegend um den Mikrokredit und das damit erstellte Gewächshaus, in dem der Kleinbauer Tengiz grad Dill anpflanzt, gedreht und damit auch unsere Statements die wir zu diesem Morgen abgegeben haben. Wie zu viele Köche den Brei verderben, waren auch bei uns zu viele Parteien involviert, die alle von verschiedenen Annahmen ausgegangen sind, die sich, wie wir inzwischen wissen, leider nicht komplett deckten. Tja, Missverständnisse kann es geben, wir machen jetzt das Beste draus und haben hiermit das perfekte Beispiel dafür, dass wir hier auf „Explorer“ Reise sind.

Und nun zum erfreulicheren Teil. Voller Enthusiasmus präsentierte uns Tengiz seinen ganzen Stolz: das bescheidene Haus, seine 3-Generationen-Familie und das Gewächshaus. Unser Fragenbombardement hat er nicht nur tapfer sondern mit offensichtlicher Freude über sich ergehen lassen. Währenddessen hat seine Frau Isa eine geschlagene halbe Stunde lang den Tisch im Zimmer mit Köstlichkeiten aus dem Garten (Wir sind in Georgien und hier gehört auch Wein zum üblichen Garteninventar) gedeckt. Nachdem er uns das Gewächshaus bis in jedes Detail erklärt hat, hat er uns nach rund drei Stunden wider erwarten wieder gehen lassen. Aber nicht ohne uns zuvor mit zwei „Kanistern“ aus seinem eigenen Weinanbau, für auf den Weg, zu versorgen. Wir sind gespannt auf morgen!



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