Patrizia's and Michael's Big Trip 2010 & 2011 travel blog

steile Strassen Gjirokasters

Foltergefaengnis in der Burg Gjirokasters (waehrend der Hohxha-Diktatur)

Spionageflugzeug der USA

auf der Burg Gjirokasters

im geburtshaus des Diktators Enver Hoxha (nun ein Museum)

steile Strasse, guter alter Mercedes, mit schwerer Last

typische Betonbunker, 600 000 im ganzen Land, "Idee" des Diktators Hoxha


Der Geburtsort des ehem. Diktators Enver Hoxha mit seiner ebenfalls UNESCO-gelisteten noch steileren Altstadt als Berat und einem der groessten Forts des Balkans ist schoen gelegen in den suedlichen Bergauslaeufern Albaniens.

Der Weg hierher war erneut abenteuerlich lang. Als (wie bisher immer in Albanien) absolut einzige Touristen im Klapper-Lokalbus wurden wir von einer vor uns sitzenden Mutter mit Kind unaufgefordert und voellig ueberrascht, regelrecht bewirtet! Dsas ist albanische Gastfreundschaft, man stelle sich die Szene mal umgekehrt im IC Zuerich -> Bern vor: leider unwahrscheinlich.

Fruechte, Joghurt,... -sie bestand darauf, dass wir das annehmen: ein nettes Gespraech entstand, sie hatte in den Fernsehserien Italienisch gelernt. (Ueber 1.5 Mio Albaner flohen direkt nach dem Ende der Diktatur 1991 nach Italien, Ital. TV-Programme sind landesweit zu empfangen) Ihre 6jaehrige Tochter faengt bald mit der Schule an und sie sind am Weg ihre Oma in Sarande zu besuchen, unsren uebermorgigen Stop auf dem Weg nach Griechenland.

Wir besuchten u.a. das ehem. jahrhundertealte Gefaengnis in der Burg, welches leider bis in die vergangenen Jahrzehnte hinein genutzt wurde um poitische Gegener zu inhaftieren -dies unter mittelalterlichen Bedingungen: da wir in den dunklen kalten Raeumen komplett allein waren, praktisch alles komplett original war, und der starke Wind durch die Burg und die nicht beleuchteten, spinnennetzverhangenen Zellen mit Einschussloechern, pfiff und man das stete Quietschen der Ratten hoerte und karrende Zellentueren und zugeschlagene Fensterluken, war es fast schon unheimlich :-)

Wuerde man zB auf den erneut sehr glatten Altstadtstrassen bergab ausrutschen, so koennte man leicht am Hauserdach des nachbars landen, so steil wurde hier gebaut. Sport genug bei ueber 30 Grad ist die Stadtbesichtigung jedenfalls.

Nettes Staedtchen, sehr gut erhaltenes Ethnoilogiemuseum mit den Wohnraeumen einer diesmal trasditionellen albanischen Familie (nicht osmanisch). Kaum vorstellbar, das eben hier in einem Raum des heutigen Museums und ehem. Wohnhauses Enver Hohha in die Idylle dieses Bergdoerfchens reingeboren wurde, um danach 40 Jahre lang sein Volk zu terrorisieren. Aber die Geister der Vergangenheit verschwinden allmaehlich, seine riesige Statue hier im Ort wurde schon gestuerzt.

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