Patrizia's and Michael's Big Trip 2010 & 2011 travel blog

Altstadt Berats

Ueber der Altstadt mit Blick auf die Neustadt Berats

typische osmanische Steinhaeuser Berats

in der Zitadelle Berats, einem UNESCO Weltkulturerbe

Kaetzchen

vor einer Bueste des ehem. roemischen Kaisers Konstantin

auf den Strassen Berats - Kuh mit Zwischenmahlzeit

Busbhf. Berats mit Mercedesbussen vergangener europ. Jahrzehnte

1 Schuhputzer mit Kunden

Altstadt Berats

lokaler Transport mit hiesiger Fleischerei im Hintergrund


Das schoene, in den Bergen gelegene osmanisch angehauchte Steinhausstaedtchen Berat, mit seiner hoch gelegenen, UNESCO-geschuetzten, bewohnten Festung war allemal die Reise wert. Wie in einer andren Zeit konnten wir die Altstadt im Fort besichtigen mit tollen Ausblicken auf die umgebenden Weinberge. Die hiesigen osmanischen Kopfsteinpflasterstrassen sind teils so steil, glatt und rutschig, dass man nur mit gedruecktem Vollgas im 1. Gang raufkommt, aeltere Autobaujahre gar nicht! Zu Fuss kamen wir schoen ins Schwitzen :-)

In der Unterstadt dann vorbei an Jungen auf Eseln, an Baeumen angebundenen lebenden Huehnern zum Direktkauf mit anschliessendem Gurgelumdrehen und Rupfen auf der Strasse, Ziegen und Kuehen auf der Fahrbahn, Hunden und Katzen auf der Strasse, Openair-fleischereien und die dazugehoerige Anzahl an Fliegen, schoene, typische unzerstoerte albanische Wohnhaeuser vor dem Ostblockbaustil. An einem Busbahnhof aus einer andren Zeit mit dazugehoerigen Busbaujahren, Schuhputzern, Getier und einem ohrenbetaeubenden Dauergehupe.

Hie und da gibt es (wahrscheinlich zur Ortsbildverschoenerung) ein paar nutzlose Verkehrsschilder. Als Fussgaenger ist man auch hier Freiwild, das funktioniert so: man hat gruen, der abbiegende Autofahrer grinst einem an und man ist knapp davor loszugehen, ehe dieser (immer!) Vollgas gibt und die Macht seines Dieselmercedes demonstriert...

Der Verfolgungswahn des Diktators Enver Hoxha ging so weit, dass alle religioesen Gebaeude und auch andre zerstoert wurden. Sein geliebtes Berat liess "der oberste Genosse" zum Glueck verschont. Das Land ist, auch hier in Berat, uebersaet von Betonbunkern: es war die Pflicht einer jeden Familie bis 1991 einen solchen zu haben, um vor den "feindlichen" Angriffen sicher zu sein. 600'000 graue Minipilze stoerten so einst das Landschaftsbild.

Wir durften praktisch in einem Museum wohnen, 1 tuerk. Herrenhaus von 1775, nun als Hotel umgebaut von einem geschaeftstuechtigen, sehr netten Vater/Sohn-Gespann.

Hier in den Bergen gefaellt es uns, die Luft ist auch viel klarer als in Tirana, und unser tuerk. hochgelegenes Viertel schoen ruhig. Auch mehr Touristen als in ganz Tirana sind zu sehen: mindestens schon 15. Das tolle ist, dass man von den Einheimischen auf der Strasse stets persoenlich begruesst wird, man ist nach wie vor die absolute Ausnahme hier.



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