Der Freund zu Gast in der Welt! travel blog


Nach geringfuegigen Schlafproblemen (3 Stunden sind ja auch bei weitem genug)ging es morgens um 8 Uhr mit dem Bus Richtung Halong Bay. Wie immer gabs noch den obligatorischen kurzen Halt fuer die Shoppingsuechtigen Touris beim "Traditional Vietnamese Fast Food" (zwar dachte ich immer Fast Food waere ne amerikanische Erfindung aber anscheinend lag ich da falsch). Nach total angenehmen 4 Stunden im Minibus mit Beinfreiheit fuer Liliputaner kamen wir dann im Hafen an und nach weiterem Warten (das scheint ne vietnamesische Spezialitaet zu sein...."Ich haette gerne die Nummer 43 "Warten mit suess-sauer" zum mitnehmen") gingen wir an Bord des Schiffes. Nachdem es sich alle Leute auf dem Sonnendeck, auch wenn keine Sonne schien wegen dem Nebelm, gemuetlich gemacht hatte, kamen wir auch schnell ins Gespraech. So lernte ich zwei deutsche Maedels aus Muenchen kennen, Isa und Barbara, sowie zwei Englaender, Katey und Peter. Ansonsten wars ne echt lustig gemischte Truppe von Hollaendern, Englaendern, Deutschen, Amis, Kanadiern, Italienern und Franzosen. Mir schien es auch so, als ob alle gut miteinander auskommen wuerde, ist ja net selbstverstaendlich bei so ner groesseren Gruppe. Das erste was dann anstand war auch gleich das wichtigeste: ESSEN!!!! Und ich muss sagen ich hab zwar nix erwartet aber es war sau lecker. Danach war erstmal entspanen angesagt bis wir den offiziellen Halong Bay Schiffsparkplatz erreich hatten. Das war einfach ne Bucht in der am Ufer nen groesses weisses P auf blauem Grund stand. Hab mir dann erklaeren lassen, dass es wegen dem Weltkulturerbe ist und alle Boote nachts in vorgeschriebenen Plaetzen ankern muessen. Was im Endeffekt gut fuer uns war, da wir dann schwimmen konnten im smaragdgruenen Wasser der Halong Bucht. Die Landschaft ist beeindruckend. Es gibt hunderte kleiner oder groesserer Felsinseln die herrlich zum traeumen einladen. Also wir dann ankerten gings ab in die Badehosen (ich hatte meine vorsorgehalber schon vorher angezogen, man ist ja immer vorbereitet als Deutscher, es gilt einen Ruf zu verteidigen ;)) und wir nutzen das Boot als Sprungturm um uns todesmutig ueber die Reling in die gut 7 oder 8 Meter Tiefe zu stuerzen. Was einfach nur geil war, da wegen der hohen Luftfeuchtigkeit wir alle schwitzen wie Schweine. Das Wasser der HalongBay war angenehm warm und wir konnten gar nicht genug davon bekommen zu springen. Einzeln oder in Gruppen. Kopfueber, mit den Fuessen voran oder ne Arschbombe, einfach ein Spass, und wir haben uns aufgefuehrt wie Kinder. Der Spass hatte ein Ende als die Kajaks kamen. Dann ging es ans paddeln durch die Bucht. Ich teile mit ein Boot mit Carley, einer Amerikanerin aus New York, da immer eine Frau und ein Kerl in einem Boot sitzen sollten. Mit den Kajaks machten wir uns dann auf zu etwa 30 Minuten Ruderstrecke entfernten Hoehlen um diese so voll abenteuermaessig zu erkunden. Die Hoehlen waren super, wir hatten viel zu wenige Taschenlampen und mussten praktisch im dunkeln uns vorwaerts tasten. Teilweise mussten wir fast auf dem Bauch kriechen um durch die engen Durchgaenge zu kommen, da der Boden total matschig war sind wir alle schoen dreckig geworden, aus meiner Badehose sind die Flecken immer noch net raus, aber egal...das sind Beweise des Heldentums :) In der ersten grossen Hoehle standen wir ploetzlich vor einem eingschlossenen See, in dem ich gerne mal schwimmen gegangen waere, was aber aufrgund der Topographie net moeglich war. Also sind wir weiter ind die zweite Hoehle in der es stock-arsch-zappe-finster war. Belohnt wurde wir dort mit der Moeglichkeit ein paar echt beeindruckende Stalag...dingsbums zu sehen. (Ich kann mir einfach nie merken, welche von oben und welche von unten wie heissen.) Auch Fledermausse gab es in der Hoehle, die uebrigens gar net massenhaft auffliegen und abhauen wenn sie Licht sehen, an dieser Stelle verleumdet die Filmindustrie alle Fledermaeuse. Bei dem anschliessenden "Wir lernen uns kennen durch anfassen im Dunkeln Spiel" hab ich mich geschickt nach hinten verpisst und im den Schatten der Hoehle (davon gabs genug, nachdem die Taschenlampen aus waren) versteckt. Ich bin einfach ein Fuchs. ;) Der Rueckweg war etwas anstrengend, da aus dem Mann-Frau gesteuerten Kajak schnell ein Mann gesteuertes wurde und Carley nur noch das Lenken uebernahm. Aber wie man schnell merkt, da ich noch da bin sind wir zurueck gekommen, auch wenn wir erstmal unser Boot suchen mussten, da statt nur unserem auf einmal zehn weitere in der Bucht waren und die meisten gleich aussehen. Wieder an Bord bekamen wir dann Zimmer zugeteilt und da ich und Carley einige der wenigen Alleinreisenden waren endete es damit, dass wir uns eines teilten. Von den Zimmern waren wir aber angenehem ueberrascht, da sie ausreichend gross waren und ueber A/C und ein eigenes Bad verfuegten. Nachdem Abendessen (wieder gut) ging die Party los, anfangs mit der harmlosen Happy Hour mit 2 Longdrinks fuer 1, d.h. 1,15 Euro fuer Zwei und Shots 3 fuer den Preis von 2. Nachdem wir dann mit 3 Tequila, zwei Wodka-Red Bull und zwei Bier warm gelaufen waren, kam jemand (ich vermute schwer die verrueckte Carley) auf die Idee doch wieder zu springen. Also gings wieder los. Man muss dazu sagen, dass wir dabei total bescheurt aussahen, weil wir die Strohsombreros die wir bekommen hatte. Und wer mich kennt, weiss, dass ich bei so Sachen immer ganz vorne dabei bin. Also ich das Ding auf den Kopf gezogen, rechts und links hoch geklappt und dann laengs gedreht und tata der "French General" war geboren. Ich hab das Ding den Abend net mehr ausgezogen und auch beim Springen nicht verloren. Der Preis dafuer war ein riesiger blauer Fleck am linken Bizeps, weil ich den Hut ja festhalten musste. So nahm der Abend seinen Verlauf mit merkwuerdigen Trinkspielen der Amis und Tommies, aber da ich net so voll war, musste ich in 2 Stunden nur einmal trinken, was mir aber net so gefallen hat um ehrlich zu sein. Aber mein Ehrgeiz nicht zu verlieren war irgendwie groesser :) Weitere Ereignisse: Ein Italiener hat sich erst gross zum nackt springen angekunednigt und dann geziert, obwohl Barbara im anbot im BH mit zu huepfen. Irgendwann hat er es dann gemacht, der zweite Italiener hat es schneller gemacht aber Abseits und wieder musste jemand mit huepfen, diesmal allerdings ganz nackt. Ausserdem hatten wir auf einmal Besuch, da ein paar Leute von einem anderen Boot unsere Party gehoert hatten und rueber geschwommen sind. Sehr lustige Aktion. Gegen 3 Uhr war dann Schicht im Schacht, und wer war mal wieder als letzte am Start, die Deutschen. Tstst der Nationencup geht eindeutig in die Bundesrepublik. Allerdings machte mir meine Zimmergenossin ein wenig Sorgen, da sie ne Stunde vorher mit irgendeinem von denen vom anderen Boot im Wasser verschwunden war, aber wie sich rasustellte jagte sie nur irgendwelchen Bioluminiszensen (oder so) nach.

Am naechsten Morgen, den 13.08, wurden wir schon um 7.30 fuers Fruehstueck geweckt (diesmal nicht so gut) und gammelten eigentlich nur nioch auf den Liegen auf dem Sonnendeck, diesmal mit Sonne, rum. Die Leute die den 3-Tage-Trip gebucht hatten verliesen, dann das Boot und im Gegenzug nahmen wir die auf die von diesem Trip zurueck kamen. Um 11.30 sollte es dann schon Mittagessen geben (keien Ahnung, ausgelassen) und auf dem Rueckweg nach Hanoi wieder der Halt beim traditionellen Fast Food, diesmal aber mit der biblischen Sinnflut und nem Donner ueber Verstaerker, der das Trommelfell platzen laesst. Abends in Hanoi war ich dann nur noch mit Carley (USA), Kev und Sarah (Kanada) essen.

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