Lilo & Peter: Trip 2008 travel blog

Wasserpuppentheater in Hanoi

ein Bier mit Gustav

Hanoi im Fruehling

Morgennebel in Sa Pa

Hmong-Haendlerinnen

mit frierendem Touristen

Handarbeit

Sie frieren nicht.

am spaeten Vormittag die Sonne

Glasfenster in der Kirche

neues Dach

nicht so neu

am See

Schuluniformen beim Begraebnis

der Drachenberg

immer wieder Nebel

Fotomodell

Blick von der Warte auf die Stadt

Stone Forest

mit Fotografin

schlechtes Licht

froehlich, auch wenn man nichts kauft

Stelzenhaus der Bergvoelker

im Orchideengarten

-

-

Fansipan (3143 m)

Dao-Haendlerinnen

Der Nachwuchs wird eingeschult.

Forstamt (am Weg nach Cat Cat)

kein Touristenweg

fuer Touristen gepflastert

das Hmong-Dorf Cat Cat

nasskalte Arbeit

auch nicht viel trockener

Haendlerinnen auf dem Weg in die Stadt

Wochenend-Markt in Sa Pa

eher selten: Hmong-Mann in Tracht

kein Wanderwetter

Frau My, unsere Gastgeberin

und der Juniorchef

Hmong-Jugend im Sonntagsanzug

unsere Freundin

Haarschmuck


Bevor wir uns in die Berge begeben noch ein kurzer Nachtrag zum Wasserpuppentheater in Hanoi und zu Gustav. Beides haben wir sehr genossen. Gustav, ein Freund aus Wien, war wegen einer Tagung in Hanoi und hat sich aus seinem gedrängten Programm eine knappe Stunde für ein Bier frei gestrudelt. Das Wasserpuppentheater, bei dem die Puppenspieler bis zum Bauch im Wasser stehen und ihre Figuren mit langen Stangen unter der Wasseroberfläche bewegen, brachte Szenen und Erzählungen aus dem Alltag und der Geschichte des Landes; besonders beeindruckt hat uns die Darstellung der Geschichte vom zurück gegebenen Schwert (Hoan Kiem): Einer der Nationalhelden des Landes, Le Loi, nach dem fast in jeder Stadt eine Straße benannt ist, konnte im 15. Jahrhundert die Chinesen nur deshalb aus dem Land vertreiben, weil er im Hoan Kiem-See ein heiliges Schwert aus dem Wasser gezogen hat. Als Le Loi nach seinen erfolgreichen Schlachten zum See zurück kehrte, um sich bei den Göttern zu bedanken, tauchte eine Schildkröte auf und nahm ihm das Schwert wieder ab. Im übrigen verlassen wir Hanoi nicht ungern, denn es regnet hartnäckig und zwei Deutsche, Mutter und Tochter, die wir in der Halong Bay getroffen hatten und nun im Wasserpuppentheater wieder sehen, kommen gerade aus Sa Pa zurück und versichern uns, das Wetter sei dort schön.

In dem bequemen und auch recht sauberen Schlafwagen, der uns nach Lao Cai an der chinesischen Grenze bringt, schlafen wir so gut, dass uns der Schaffner um fünf Uhr früh nur mit Mühe aus dem Bett bringt; auch die beiden Viets in unserem Abteil, auf die wir uns verlassen hatten, haben verschlafen. Doch das vorbestellte Auto wartet auf uns und bringt uns über eine sehr gute Straße hinauf in die Berge; nur bei einer großen Baustelle liegt ein Lastwagen im Graben; sonst ist das die erste Bergstraße auf diesem Trip, auf der wir uns nicht fürchten; es gibt sogar Leitschienen.

Das Wetter in Sa Pa ist enttäuschend: Ein kalter und grauer Nebel liegt über der Stadt und den Bergen, was die tüchtigen Hmong-Händlerinnen aus den umliegenden Dörfern in ihrer schönen schwarzen Tracht aber nicht an der Arbeit hindert. Die Hmongs wie die Dao mit ihren auffallenden roten Kopftüchern gehören zu jenen Minderheiten im Land, die von den Franzosen als Bergvölker (Montagnardas) alle in einen Topf geworfen wurden. Den Viets, die sie ja in die Berge gedrängt haben, waren diese Stämme nicht immer wohl gesinnt. Mittlerweilen ist auch das Geschichte und wir haben den Eindruck, für das neue Vietnam sind die Minderheiten im Hochland eine willkommene Touristen-Attraktion geworden. Um eine Verbesserung der Lebensbedingungen und Schul- und Straßenbauten bemüht sich die Regierung inzwischen mit Erfolg, wie wir gehört haben. Ganz spannungsfrei wird das Verhältnis aber nach wie vor nicht sein, weil ja ein guter Teil der Tourismus-Einnahmen von den Agenturen im Tiefland abgeschöpft wird. Man sollte aus diesen und anderen Gründen daher eher keine Packages in Hanoi kaufen - was wir theoretisch eh wissen, aber es ist halt so bequem, die Tour an der Rezeption seines Hotels in Hanoi zu bestellen.

An unserem ersten Tag in Sa Pa glauben wir noch an den Morgennebel. Im Lauf des Vormittags klart es weitgehend auf, wir wandern durch die Stadt, besuchen die neugotische Kirche, 1901 von französischen Padres erbaut und kürzlich renoviert, sehen einer Begräbniszeremonie zu, bei der wir Schuluniformen mit Windjacken bemerken, etwas, dass wir ausserhalb von Nordvietnam noch nicht gesehen haben - aber dass die Schulkinder hier sowas brauchen, verstehen wir. Im Winter schneit es manchmal in Sa Pa. Das wird dann fotografiert und die Bilder hängen in den Reisbüros sowohl hier als auch in Hanoi. Wir sitzen lange in der Sonne an dem schönen See im neuen Teil der Stadt und entschließen uns dann trotz der Nacht im Zug noch an diesem Tag auf unseren ersten Berg zu gehen, den Ham Rong. Hinter ihm auf dem Gipfelgrat des "Drachenberges" kann man sowas wie einen Drachenkopf erkennen und die noch immer ziehenden Nebel machen das Bild recht mystisch. Der Ham Rong ist zu einem großen Freiluft-Park umgestaltet worden mit einem Orchideengarten (wunderschön und allein einen Besuch des Berges wert), einem European Garden, einem Kids Garden (d.h. einem großen Kinderspielplatz) und vor allem aber dem "Stone Forest", in dem die skurril verwitterten Basaltfelsen einen Irrgarten bilden, in dem man sich nur wegen der gepflasterten Wege zurecht findet. Oberhalb dieser steinernen Skulpturen steht eine Aussichtswarte, auf der viel Betrieb herrscht und wo wir wieder einmal als Fotomodelle her halten müssen. Weil wir in der Kirche neben den grobschlächtigen Glasmalereien aus dem Leben von Jesus auch ein Fenster mit Reisterrassen gesehen haben, sucht die Fotografin den Blick ins Tal, aber das noch immer diesige Wetter lässt gute Fotos der Reisfelder nicht zu. Auch der Fansipan, der höchste Berg Vietnams, ist zwar manchmal im aufgehenden Nebel zu sehen, aber die Bilder, die wir uns erwarten, müssen wir wohl morgen machen. Wie gesagt: Zu diesem Zeitpunkt glauben wir noch an den Morgennebel.

Wir verbringen eine kalte Nacht in einem Hotel, das man uns in Hanoi als 2-Stern-Betrieb verkauft hat - Man sollte keine Packages kaufen! - was nur für die Freundlichkeit der Staff zutrifft, sonst aber weder fürs Essen noch fürs Zimmer, durch dessen undichte Fenster und Türen der Bergwind pfeift. Am nächsten Morgen ist das Nebelwetter von einer Scheußlichkeit, die auch an die ärgsten Wintertage in Wien und London heranreicht. Weil wir aber beschlossen haben, das Hmong-Dorf Cat Cat zu besuchen, gehen wir trotzdem los. Das Dorf liegt sehr malerisch in einem tief eingeschnittenen Flußtal mit Wasserfall. Ringsum stehen kleine Gruppen von Bambus, die ganz so aussehen, als wäre ihre Anordnung das Wek eines Theater-Malers. Die Wege und Stiegen sind ordentlich gepflastert - wie die Wege für die Locals aussehen, sieht man auf dem Bild mit dem Kindern und dem Wasserbüffel -, und das alles ist eben ein großes Freilicht-Museum. Man zahlt 30.000 Dong (ca. 1,5 Euro) Eintritt, und wir hoffen sehr, dass wenigstens dieses Geld zur Gänze dem Dorf bleibt. Was uns im Dorf, aber auch droben in der Stadt, an den Hmongs auffällt: Es wird niemand ungehalten, wenn man nicht kauft. Sie sind, so scheint es uns, viel fröhlicher, als wir die Viets bisher erlebt haben und sie haben auch untereinander immer viel zu lachen.

Bei Rückweg kommen wir an einem ganz neuen Hotel vorbei, dass auch ein sehr gutes Restaurant hat und dessen Chefin uns sofort sympathisch ist. Nach einer weiteren kalten Nacht in unserem Package-Zimmer pfeifen wir aufs Geld und übersiedeln zu ihr. Das Wetter bleibt unverändert mies, aber in unserem schönen neuen Zimmer mit dem Heizstrahler und den brennenden Kerzen stört uns das nicht mehr und wir bedauern nur die Besucher des Wochenend-Marktes - ein Markt für Einheimische, mit ein paar Touristen dazwischen - , die am Abend wieder in ihre nasskalten Bretterhütten zurück müssen.

Wenn wir das nächste Mal nach Sa Pa kommen, werden wir nur die Bahntickets in Hanoi kaufen, denn von Lao Cai kriegt man immer ein Auto hierher. Und wohnen werden wir im Boutique-Hotel (www.boutiquesapahotel.com ), für das wir hier ebenso gern Reklame machen wie für das Lucie-Resort in Mui Ne (s. Kapitel 40) und Frau Hiep Huynh in Na Trang (Kapitel 41).

Am letzten Tag, es ist ein Sonntag mit Nebel wie gehabt, freunden wir uns mit einer jungen Hmong-Frau an, die uns erzählt, dass sie daheim natürlich Jeans und T-Shirts trägt. Nur wenn sie zum Verkaufen oder zu einem Kirchenbesuch in die Stadt kommt, trägt sie Tracht. Nach der Sonntagsmesse sehen wir auch einige junge Burschen im traditionellen Anzug der Hmong.

Wir müssen auf jeden Fall noch einmal hier her kommen, einmal wegen unserer Gastgeber und zum anderen, weil wir von den Bergen Nordvietnams und den Menschen, die hier leben, ja nichts gesehen haben. Auf diesem Trip aber geht es nicht mehr. Er neigt sich dem Ende zu. Am 10. März wollen wir in Bangkok sein.

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In this entry we give any supplementary notes from Hanoi about the waterpuppet theatre, where we enjoyed the stories from the daily life as well as the legend from Hoan Kiem (the returned sword) as well as a short break with Gustav, a friend from Vienna and member of a scientific conference there; in his full agenda it was not so easy to find the time for a beer but he did.

To Sa Pa we went by train. It was clean and comfortable and on 5 am in Lao Cai on the border to China the conductor had a hard time to get us out from our sleeper berths. Sa Pa at an elevation of 1500 m was mysty and cold but during the later morning sun comes out and we walked trough the down, had a rest an the see middle in the town and climbed the Ham Rong (we got the translation "dragon mountain") and had a few minutes a view to Fansipan, the highest mountain in Vietnam.

Next day the weather was awful but nevertheless we walked to a Hmong village (Cat Cat) and enjoyed the views in this deep cutting river valley. Well Cat Cat is very touristic but the Hmong as well as the Dao (both ethnic groups settled around Sa Pa) are kind and merry people and we had always a good talk with them. On our way return from Cat Cat we met with Ms My from the Boutique Sapa Hotel and Bella Vista Restaurant ( www.boutiquesapahotel.com ) and liked her and her little son ad once and changed hotel and now we are in a new and lovely room with lovely people and it's much more easier to stand the cold and misty weather.

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