' Aus - Zeit ' travel blog

Jose erklimmt den Eis-Zinken...

und Grüßt Euch alle!

auch Ich mach mich am Weg hinauf!

ein echt irres Gefühl im Eis zu klettern!

in diesem wunderschönen Gletscher waren wir gestern bei echt schönen Wetter EIS-klettern!

HEUTE NACHT um 02:30 mussten wir im Nebel, Eis und Schneetreiben umkehren......


Halli Hallo Ihr Lieben!

Wie geht es Euch? Habt Ihr es schön warm?

Es soll ja ganz furchtbar kalt in Österreich und Deutschland sein. Eine ganze Menge Schnee soll die letzten paar Tage gefallen sein...

Ja, kaum zu glauben dass ich hier am Equator sitze und so ehnliches erlebe! Angeblich ist seit (hunderten) Jahren das Wetter nicht so schlecht wie die letzten zwei Monate... Nach den 2 Wochen Pululahua, Nebel und Regen wollte ich ja etwas sonniges, etwas wärmendes erleben, auf eine Insel fliegen oder einfach am Strand die Sonne geniessen...

Stattdessen bin ich Berge besteigen gegangen, so lange ich noch an die Höhe gewöhnt sei ist das ja vom Vorteil... So war es auch, als ich vor einer Woche den Bergführer Jose für drei Bergtoruen angeheuert habe. Da war auch gerade tollstes Bergwetter und echt gute Aussicht auf eine Woche gutes und schönes Wetter.

Doch leider kommt es anscheinend anders als erwartet und ich versuche seit dem das Beste aus der Situation zu machen. Gestern haben Jose und ich entschieden nicht wie geplant den Chimborazo zu besteigen, sondern den etwas niedriegeren Cayambe zu erklettern. Dort können wir auch einige tolle Eistouren machen und auf einer netten, nicht überlaufenen Hütte nächtigen.

So haben wir es auch gemacht, sind am Morgen in den Nationalpark bis auf 4.600 Meter vor die Töre der Hütte gefahren, haben unsere Gletscher Sachen angezogen und sind bei strahlend blauem Himmel raus aufs Eis! Das war echt toll! Wir sind echt einige schöne Eiswände hinauf geklettert und haben uns wieder abgeseilt! Das Wetter und unsere Kondition war echt so gut, so dass wir echt genial motiviert und entschlossen waren um Mitternacht den Gipfel des Vulkanes zu erstürmen!!! Ja, einen Gipfel möchte ich noch machen! Ich fühle mich echt gut, kein Kopfweh, keine Schmerzen in den Knien, ich hab guten Appetit und die Hütte ist echt nett und sauber, lädt richtig zum Schlafen und Ausrasten ein!

So gegen 22:00 wache ich auf, es stürmt recht wild um die Hütte, ich sehe allerdings den Mond sehr hell scheinen und einen klaren Himmel voll Sterne! Das schaut echt gut aus!

Klarer kalter Wind und eine schöne Wolkenlose Nacht sind doch tolle Voraussetzungen für eine Gipfelbesteigung! Um Mitternacht, wir bereiten gerade unser Frühstück vor, sehen wir nur noch sehr selten den Mond, es kommen von Nord-Osten dichte Wolken, wir ziehen unsere Fleece Pullies an und machen uns auf den Weg. Wir klettern auch gleich über Lavagestein und tasten uns im Kegel der Stirnlampen richtung Gletscher vor. Es ist eine echt abwechslungsreiche Wanderung, immer wieder klettern wir über Felsen und Lava-Spalten hinweg. Die Landschaft gleicht einer Mondlandschaft, ehnlich wie auf Island! Ich sehe zwar nicht übermässig viel trotzdem bin ich total beeindruckend wie wir uns Schritt für Schritt mitten in der Nacht den Weg durch die Krater Vulkanlandschaft suchen und auch finden... Hier muss es bei schönen Wetter echt toll aussehen, und der Gestank nach Schwefel lässt auch nach einigen kleinen Auslässen von heißen Gasen vermuten!

Wir erreichen nach einer Stunde den Gletscher und legen die Steigeisen an. Wir sind sehr gut in der Zeit, normalerweise braucht man 2 Stunden bis hier her, wir wollen diesmal wirklich den Gipfel erklimmen! Doch leider stürmt es immer heftiger und seit einigen Minuten sind wir in dichten Wolken oder Nebel unterwegs, wir sehen auch Blitze. Schneekraupel zwingt uns die Jacken an zu ziehen und die Hauben dicht ins Gesicht zu ziehen.

Der Cayambe wird nicht sehr oft bestiegen, daher ist auch keine "Autobahn" am Gletscher ersichtlich. Jose tastet sich im Nebel und Schneetreiben echt vorsichtig Schritt für Schritt höher... doch nach einer Stunde sehe ich dass er wie Momo (ein Pferd von Astrid) nicht gerade schnur straks geht sondern immer nach links und rechts auspendelt, das ist bei Pferden ein Zeichen der Unsicherheit... kaum hundert Meter weiter bleibt Jose stehen und sagt: Franz ich kann mich nicht mehr orientieren, ich weis nur dass wir jetzt gerade auf einigen Gletscherspalten stehen...

ALSO RETOUR!! JETZT!! ZUR HÜTTE!! JOSE!

Mit einer dicken Eisschichte bepackt sind wir dann nach fast dreistündigen Irrlauf retour zur Hütte gelangt... das Wetter wurde immer schlechter so dass die Sicht nur ein paar wenige Meter betrug und uns echt Sorgen bereitete...

Gesund und Heil, aber Entäuscht und Traurig sind wir beide retour nach Quito, haben uns verabschiedet und hoffen mal bei guten Wetter den Cotopaxi oder den Cayambe besteigen zu können!

Sicher hat es irgengend was zu bedeuten dass wir auch diesmal wieder umdrehen mussten, irgend wie ist es halt schon sehr eigenartig dass ausgerechnet jener Tag Schlechtwetter hat an dem wir einen Gipfel besteigen wollten...

Also lass ich mal das Gipfel-besteigen sein und miete mir ein AUTO!!! Mit dem bin ich dann ab Morgen Richtung Norden unterwegs, dann gehts am 12 Februar auf die Galapagos Inseln zum Tauchen, Segeln und Tiere bewundern...

Alles Liebe wünsche ich Euch,

Franz



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