Lilo & Peter: Trip 2008 travel blog

Ubud Tempel

Der Reis ist schon reif.

Wanderung durch die Reisfelder

Tanah Lot

Ansichtskartenverkaeufer mit Haustier

Erste Erfahrungen mit dem Schmuck auf Bali...

... und mit dem Geld mit den vielen Nullen.

Sonnenuntergang ueber Tanah Lot

Wos Ayun bei Sayan

Blanco Museum

der ist nicht von Blanco

im Botanischen Garten

...

Ramajana Epos: Sita (vorn) und Rama

Der Zaubervogel Garuda hilft Sita.

Rama besiegt den Daemonenkoenig.

kleine Reisfeld-Runde ...

... mit Kuenstler ...

... und Kaffeehaus.

Taman Ayu Tempel

Mark in Bedugul

...

...

Tempel im Bratan-See ...

... und Besucher

...

Heisse Quellen ...

... und buddhistisches Kloster.

Klostergarten

...

kein Moench

Bali Aga-Dorf Tabbanan

Ikat-Weben in Tabbanan

Koenigspalast von Klungkung ...

... mit Kampfszene

wieder in Lipah

im Fischerboot

ausserhalb der Bucht

magerer Fang

Ulu Watu

aggressive Affen

freundliche Affenfutterverkaeuferin

letzte Eindrucke von Bali vor dem Abflug

Heimfahrt ueber Candi Dasa

wieder in Lipah mit dem taeglichen Programm

Alle Farben und Formen. Foto: Claudia

Doktorfisch. Thurner Hof in Wikipedia

Halfterfisch. Leonard Low in Wikipedia

Riffbarsch. US Gvt. in Wikipedia

Schmuck-Kofferfisch. Suneko in Wkipedia

Vollmond ueber der Bucht von Lipah


Es ist recht einfach, lange weg zu fahren, wenn man daheim Kinder hat, die einem angefangen vom Reiseführer bis zu den Medikamenten alles was man braucht besorgen - letztere mit Hilfe unserer Ärztin, die für ihre Patienten auf Bali sogar die individuelle Dosierung auf die Schachtel geschrieben hat - , und wenn man dann noch Freunde hat, die einem das alles rund um den Globus persönlich zustellen. Also, Magdalena und Michasel waren knappe drei Wochen da und mit ihnen haben wir viele von jenen Bali-Highlights besucht, zu denen wir allein nicht gefahren wären, weil wir eh schon häufig dort waren. Es war aber auch für uns interessant zu sehen, wie sich das alles in den vergangenen zwanzig Jahren verändert hat, Tanah Lot zum Beispiel, der Tempel im Meer.

Pura Tanah Lot ist eines der wichtigsten Heiligtümer des Bali-Hinduismus, und als wir diese Anlage Anfang der 1990er-Jahre erstmals besuchten, war das ein großer, ruhiger Garten mit schwarzen Wegen aus Vulkan-Sand. Gelegentlich wurde man von einer Sarong-Verkäuferin angeredet, sonst aber in Ruhe gelassen. Heute ist Tanah Lot umgeben von einer Stadt aus Ess- und Souvenirläden und betonierten Wegen dazwischen und man muss Eintritt bezahlen. Ehrlicher Weise muss man aber zugeben, dass man hier von den Verkäufern lang nicht so unangenehm gepusht wird wie in Besaki, der "Mutter der Tempel" am Gunung Agung. Und dem eigentlichen Tempel auf den schwarzen Lava-Felsen im Meer hat der ganze Trubel sowieso nichts anhaben können.

An zwei Tagen wanderten wir durch die Reisfelder um Ubud, am ersten Tag zum Eingewöhnen eine kurze Zwei-Stunden-Runde durch die Felder im Norden der Stadt; diesen Weg haben wir vor etlichen Jahren entdeckt. Heute steht er in jedem Reiseführer und es werden sogar geführte Fahrrad-Touren auf ihm angeboten. Diese Karriere des Weges hat aber auch dazu geführt, dass es heute hier ein nettes neues Cafe gibt (Sari Organic), das eine köstliche Pizza macht (Nach einem halben Jahr Asien ist es vielleicht entschuldbar, wenn auch der Geduldigste den ewigen Reis langsam satt bekommt). Die zweite, fünfstündige Wanderung führt uns zunächst auf dem Höhenrücken zwischen Wos Barat und Wos Timur - an deren Zusammenfluss das Museum von Antonio Blanco liegt - nach Kedewatan und am Ayung River zurück über Sayan nach Ubud. Bei der Rafting Station am Ayung kriegten wir diesmal nur mit einigem Verhandlungsgeschick einen Kaffee, weil die Station vollkommen überfüllt ist mit Raftern aller möglichen asiatischen und westlichen Nationen. Das "Rafting" auf dem zumindest ausserhalb der Regenzeit völlig harmlosen Ayung kann man nur mit sehr viel Phantasie als Abenteuer ansehen, aber das Flusstal ist natürlich auch aus dem Boot sehr schön.

Weil wir schon von Blanco geredet haben: Der Besuch in der heute als Museum geführten Villa des "Dali von Bali" - ein spanischer Surrealist, der sich in den 1950er Jahren hier angesiedelt hat - hat uns wieder begeistert. Ebenso die Ramajana-Erzählung, getanzt vor dem Ubud-Palast von der Bima Remaja Gruppe, einem der besten traditionellen Ensembles auf Bali, und der Lotus-Tempel, und die Odalan-Zeremonie im Tempel an der Jalan Suweta, und der Nachmittag im Garten des Wayan Cafe in der Monkey Street und das Mittagessen im Restaurant des holländischen Malers Han Snel, das heute freundlich und kompetent von seiner Witwe, einer Bali, geleitet wird, der Ausflug in Ubuds botanischen Garten und und und ...

An einem Tag erkundeten wir das zentrale Bali, wobei uns unser Fahrer Wayan zunächst zum Pura Taman Ayun brachte, einem großen Tempel mit vielen Merus (darunter drei, die den wichtigsten Bergen auf Bali gewidmet sind: Agung, Batukau und Batur); diesen Tempel kannten wir auch noch nicht, aber wir haben uns mit dem Gedanken getröstet, dass wir - wenn wir jedes Jahr nach Bali kommen und bei jeder Bali-Reise zwanzig Tempel schaffen - in 1000 Jahren mit den 20.000 Anlagen der Insel schon durch sein werden. Die weitere Fahrt nach Bedugul und zum Bratan-See gibt einen Eindruck davon, was Bali ausserhalb seiner Touristen-Enklaven noch immer ist: ein dicht besiedeltes Land von Bauern, die eine ganz einzigartige Kultur entwickelt haben, in der auch im 21. Jahrhundert die Religion eine zentrale Rolle im Leben fast alle Bewohner spielt (Und wenn man solang da ist wie wir diesmal, dann kriegt man auch mit, dass dieses religiöse Leben ganz schön mühsam sein kann und dass die permanent stattfindenden Zeremonien den Menschen auch nicht gerade billig zu stehen kommen). Hier, in dem regenfeuchten, grünen Landesinneren, ist tatsächlich Bali. Vom Bratan-See, an dem es natürlich auch gerade eine Zeremonie gibt, fahren wir an die Nordküste der Insel und stoppen bei den heissen Quellen von Banjar in der Nähe von Lovina und beim einzigen buddhistischen Kloster gleich daneben. Der Rückweg nach Ubud über die Küstenstraßen im Osten und Süden zieht sich, aber nach rund zwölf Stunden sind wir doch wieder da.

Nach eineinhalb Wochen Ubud fahren wir ans Meer, nach Lipah, mit einem Stop in dem traditionellen Bali-Aga-Dorf Tabbanan und beim Klungkung-Palast mit seinen grauslichen Darstellungen der Strafen, die in den alten Bali-Fürstentümern üblich waren. Über das verschlafene Amlapura erreichen wir dann die Ostküste und der erste Eindruck dieses trockenen Landes, wo es nichts gibt ausser ein paar Fischer-Dörfer und ein paar Hotels, wird auf Magdalena und Michael wohl ebenso abschreckend gewirkt haben wie seinerzeit auf Heidi und Lilo, als sie das Pondok Vienna entdeckt haben. "Wir haben uns damals noch im Auto gesagt, wir steigen erst gar nicht aus sondern drehen gleich wieder um", erzählt Lilo. Aber dann sind da die Bungalows direkt am Strand und es ist da die freundliche Staff um Made und I Nengah, die hier praktisch nie wechselt, was für die Bali-Tourismusindustrie keineswegs normal ist, und es ist das Korallenriff direkt vor der Haustür mit der ganzen Fülle an Farben, Formen und Fischen. An einem Morgen fahren Michael und Peter mit dem Boot von Wayan, dem Sohn unseres Nachtwächters, dort hinaus aufs Meer, wohin die Fischer hier täglich fahren, um einen meist mageren Fang nach Hause zu bringen; und draussen vor der geschützten Bucht merkt man dem Meer dann schon an, dass es Teil eines Ozeans ist. Einen Tag lang verlassen wir unsere Südsee-Idylle um an den Bratan-See und zum Gunung Batur zu fahren. Die Leute am Batur sind noch immer nicht viel freundlicher, als sie es schon zur Zeit von Herbert Tichys Besuch in den 1930er-Jahren waren und als wir sie von früheren Besuchen in Erinnerung haben; es sind auch Bali Aga, die sich als die Ureinwohner von Bali sehen, aber wie das freundliche und friedliche Tabbanan bei Candi Dasa beweist, muss man deshalb ja nicht gleich so unverschämte Vorstellungen von der Zahlungsfähigkeit der Besucher haben. Dem See aber und dem Berg mit seiner wüsten Lava-Landschaft rundum, gebildet von den Ausbrüchen 1963/64, 1974 und 1994, kann das alles nichts anhaben.

Ja, und dann müssen die beiden wieder heim und auf dem Weg zum Flughafen schauen wir noch bei der großen Tempel-Anlage von Ulu Watu an der Steilküsten von Jimbaran vorbei und wehren uns dort entschlossen gegen die aggressiven Affen, die es auf Brillen, Kappen und Kameras abgesehen haben. Der Abschied auf dem Flughafen ist ein bissl überstürzt, weil am Sicherheits-Check gerade eine größere Gruppe einige Probleme hat, aber Abschiede sind immer überstürzt, sagte die Tante Jolesch. Und dann sind wir beide wieder allein und stoppen bei der Rückfahrt in Candi Dasa, weil unserer Fahrer hier etwas erledigen will, und Lilo macht ein paar nostalgische Fotos von der Lagune, an der wir so oft gewohnt hatten, bevor wir die Reisfelder von Ubud und das Riff von Lipah entdeckt haben. Und dann müssen wir uns noch um unsere Visa-Verlängerung kümmern - es ist die zweite und wir werden dabei "erkennungsdienstlich" behandelt, zum ersten Mal in unserem 66jährigen Leben, mit Computer-Bild wie für's Verbrecher-Album und Fingerabdrücken und allem Drum und Dran - , und dann sind wir wieder am Meer, das wir schon so gut kennen und in und an dem wir doch jedes Mal etwas Neues entdecken, diesmal zB einen Vollmond, der jeden Abend als großer, glühend roter Ball aus dem Wasser in den dunkeln Himmel steigt, und um einen Begriff zu geben von dem, was wir hier täglich im Wasser sehen, haben wir Claudias Archiv und Wikipedia geplündert.

Inzwischen haben aber unsere Bali-Tage ein Ablaufdatum bekommen und Anfang November soll es weiter gehen nach Neuseeland. Wir hoffen, Ihr seid weiter mit dabei.

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This entry we talk about the visit from our Austrian friends Magdalena and Michael. We spent nearly three weeks together in Ubud and Lipah with trips to the island's highlights like Tanah Lot, Taman Ayu, Bedugul, Ulu Watu, the Lakes Bratan an Batur, the Bali Aga village Tabbanan and the famous palace from Klungkung. We walked through the sawahs round Ubud and went snorkelling at the corall reef in Lipah. We watched a Ramajana dance in front of the Ubud palace and an "odalan" ceremonie in a temple from Ubuds Jalan Suweta and had a trip with a fishing boat early morning over the shore by Lipah. We had a lot of fun and new impressions and then we said good by to our friends on Denpasar Airport and went back over Candi Dasa, having a short nostalgic stop at the lagune there, where we settled often, before we found the rice fields from Ubud and the reef from Lipah.

Now we're back "at home" in Pondok Vienna beside the sea in Bali's east, we had our second visa extention and in November we will go out for New Zeeland. Hope you will be with us on this site.



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