Die Reise nach La Habana und das Zusammentreffen dort mit Gus dem Neuseelaender den ich in Suedamerika auf der Tour kennengelernt habe und der aus London eingeflogen ist, hat wunderbar geklappt.
Der Preisschock hat uns schnell erwischt, als wir begriffen, dass uns die 15 minuetige Taxifahrt zu unserem Hotel rund 30 USD kosten wuerde. Mit der 2 Waehrungspolitik (eine fuer die Einheimischen, eine andere fuer die Touristen) wird man als Ferienmacher ganz schoen boese zur Kasse gebeten. Aber daran mussten wir uns wohl fuer die naechsten 10 Tage gewoehnen.
Ebenso wie der Taxipreis hat mich das gebuchte Hotel ueberrascht. Hier zum Glueck zum positiven. Ein richtiger 4 Sterne Touristenbunker mit Portier und freundlichem Service im Bonzenviertel ausserhalb von La Habana haette mich ansonsten wohl eher abgeschreckt. Aber nach 9 Monaten Billigunterkuenften hat dieser Anblick, die Sauberkeit und die Klimaanlage mein Backpackerherz hoeher schlagen lassen.
Man hat mir sagen lassen, dass ich am naechsten Tag mein 26stes Lebensjahr vollendet haben werde (was uebrigens der Anlass zu dieser feudalen Uebertreibung von Hotel war). Diesen festlichen Tag hab ich Sonne absorbierend am Hotelpool verbracht und zwei richtige westliche Mahlzeiten zu mir genommen. Haette ich da schon gewusst, wie unglaublich eingschraenkt die Menueauswahl auf meinem weiteren Trip durch Kuba sein wuerde, haette ich diese wohl noch mehr geschaetzt.
Aber das allergroesste Geschenk und somit das groesste Highlight fuer mich war die unglaubliche Dusche, wo ganz viel Wasser auf einmal mit richtigem Druck und einer ueberhaupt nicht verkalkten Duschbrause rauskam. Wo man warm und kalt regulieren konnte genau so wie man wollte. Mann war das ein Vergnuegen. Und ich musste ueber mich selbst lachen, wie ich mich ueber eine solche (fuer zu Hause) Selbstverstaendlichkeit wie ein kleines Kind freuen konnte und erst dann aus der Dusche stieg als meine Finger langsam schrumpelig wurden.
Von Kuba selbst haben wir bis Tag drei somit nicht wirklich etwas gesehen. Ausser dem Supermarkt gleich um die Ecke der als gross und vielseitig galt. Da gab es tatsaechlich aber nur rund 50 Artikel welche zu 500er Einheiten ins Regal gestellt wurden, was den Laden als gross erscheinen liess.
Also gings los, die Insel, das Land und die Menschen zu erkunden.
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