Lilo & Peter Baumgartner: Asien 2006 travel blog

am Jashid Tempel

einer der Palaeste im Pichola See

die Totenstadt der Mewars, ein Zentralfriedhof im Kleinen

Eine Hochzeit in Rajasthan ist eine aufwendige Sache und dauert bis zu...

nach der Arbeit gibts Gemuese

heilige Kuh am Ghat

Fassade in der Altstadt

eine junge Altstadt-Bewohnerin

Der maechtige Stadtpalast ist zT Hotel, zT wird er von der Fuerstenfamilie...


Vor zwei Tagen sind wir in Udaipur angekommen - allen James Bond-Fans bekannt als der Drehort von 'Octopussy' - und finden uns nun schon ein bissl besser in Indien zurecht. Gestern haben wir in der Altstadt einen Laden entdeckt, in dem es Papiertaschentuecher zu kaufen gibt. Das ist immer ein gutes Zeichen.

Uber das Land selbst haben wir bisher nicht viel geschrieben, obwohl wir schon mehr als 1500 km mit Bahn und Bus darin zurueck gelegt haben - was in Indien freilich keine grosse Sache ist. Sowohl die Fahrt von Jaipur nach Pushkar als auch die von Pushkar nach Udaipur fuehrte durch trockenes Land, das nicht viel anders aussah als die Wueste bei Katariasar. Man kommt gelegentlich an ausgedehnte Gemueseplantagen vorbei, an Rapsfeldern, aber das duerften Grossbetriebe sein. Die Gaerten vor den Hausern schauen alle ganz vertrocknet und unergiebig aus.

Die seit Jahren anhaltende Duerre in Rajasthan hatte eine Landflucht zur Folge, deren Dimension einem Oesterreicher schwer vorstellbar ist. Rajasthan ist der zweitgroesste Bundesstaat der indischen Union und die ist inzwischen das bevoelkerungsreichste Land der Erde.

Die Wasserpolitik der Regierung hat solange gegriffen, als jedes Jahr puenktlich im Sommer die Monsunregen eintrafen. Als sie ausblieben, zeigte sich, dass das riesige Bewaesserungsprogramm vor allem den grossen Baufirmen und deren Zulieferen gedient hat. Wir sind bei Bea, halbwegs zwischen Pushkar und Udaipur an einem fast ausgetrockneten Stausee vorbei gefahren, der Teil dieses teuren Programmes war, welches letztlich nur dazu gefuehrt hat, dass die Wuestendoerfer Rajasthans - mehr als 20.000 - ihren traditionell sparsamen Umgang mit dem Wasser verlernt haben.

Von alledem merkt man nichts, wenn man am Abend auf der Hotel-Terrasse sitzt, einen Masala Tee schluerft und den wunderbaren Blick ueber den Pichola See geniesst. Wir wohnen in der Altstadt gleich neben dem grossen Stadtpalast, in dem wir gestern drin waren, aber nach so vielen Palaesten sind wir ein bissl snobistisch geworden. Aufgefallen ist uns an den reichhaltigen Bildersammlungen aus der Geschichte der Mawars - dem mit 76 Generationen angeblich aeltesten ununterbrochen und noch immer 'regierenden' Fuerstengeschlecht - das die Chronik ihres Hauses offenbar eine Abfolge von Verwandten-Morden war. Dass ein neuer Regent seine Herrschaft mit dem Umbringen aller moeglichen Rivalen seiner ausgedehnten Sippschaft beginnt, haben wir aber schon im Vorjahr im Glaspalast von Mandalay in Burma erfahren.

Einige Tage noch wollen wir uns die Stadt - das 'Venedig Indiens' - und die Umgebung an schauen und dann geht es weiter nach Thailand.

{Auch hier ist es kaum moeglich Bilder zu laden. Ein paar vom Kamel-Festival haben wir auf die Bikaner-Seite gebracht. Wir hoffen auf das gelobte Land und sagen uns taeglich vor: Wenn wir erst in Bangkok sind!)



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