Lilo & Peter Baumgartner: Asien 2006 travel blog

Die Show ist zugleich taegliches Training.

Spass muss sein

Holzarbeit, jeder fuer sich ...

... und gemeinsam

Ein Holzstoss wird errichtet.

Belohnung nach der Arbeit

erster Ritt auf einem Elefanten

Abendessen in Chinatown

Elefant im Spital


Eigentlich wollten wir nach Lampang, einer kleinen Stadt ca. 100 km suedlich von Chiang Mai, die uns von zwei britischen Touristen als sehr schoen beschrieben worden ist. Wir sind aber im Elephant Conservation Center ausserhalb der Stadt haengen geblieben und haben da den Tag verbracht.

Die Arbeit mit den Elefanten ist hier - wo es wesentlich weniger Touristen gibt als im Mae Sa-Tal in der Naehe von Chiang Mai - weniger zirkusartig und dadurch umso interessanter. Die Elefanten-Show, die es auch hier gibt, ist eher Teil des taeglichen Trainings, so etwa wie die Morgenarbeit der Lipizzaner in Wien. Es gibt in dem Center, das in einem weitlaufigen Waldtal liegt, auch eine Geburten- und eine Krankenstation.

Etwa einen Kilometer ausserhalb des Zentrums und erreichbar ueber eine schattenlose Strasse, weshalb sich kaum jemand dort hin verirrt, liegt das Elephants Hospital der Friends of the Asian Elephant (FAE), einer 1993 gegruendeten privaten Stiftung und das erste Spital dieser Art auf der Welt. Mehr als 2000 Tiere wurden entweder als Patienten im Spital oder durch einen mobilen veterinaer-medizinischen Dienst bisher behandelt. Haeufig sind Fussverletzungen durch die Ketten, mit denen die Tiere angebunden werden. Einige Elefanten sind an der Grenze zu Myanmar aber auch Opfer von Landminen geworden. Der 38jaehrigen Elefantendame Motala musste wegen einer solchen Verletzung der linke Vorderfuss amputiert werden. Sie traegt nun eine Prothese und ihre Anaesthesie, die ausgereicht haette, um 70 Menschen zu narkotisieren, steht in den World Guiness Records 2001.

Lilo bestand auf einem Elefanten-Ritt. Sie will ihren Enkelkindern daheim erzaehlen koennen, was fuer ein Gefuehl das ist. Beeindruckend ist aber auf jeden Fall, auf welch schmalen und steilen Pfaden diese Tiere gehen koennen, ohne dass ihre Passagiere runter fliegen.

Zu den Long Neck-Frauen ist wohl noch ein Nachtrag erforderlich. Unter dem Eindruck der beruhigenden Worte von Jau, die in diesem Karen-Dorf unsere Fuehrerin war, haben wir das vielleicht etwas zu milde dargestellt. Mittlerweilen haben wir einen Bericht im Rough Guide gelesen. Danach hat ein von National Gegraphic gesponsertes Team Long Neck-Frauen u.a. auch roentgenologisch untersucht. Die Schaeden an den Wirbeln, dem Bandapparat und der Halsmuskulatur sind doch sehr ausgepraegt. Die Frauen koennen nach einigen Jahren ihren Kopf ohne die Unterstuetzung der Metallringe gar nicht mehr tragen und sind im Alltag sehr behindert: Beim Trinken zB muessen sie einen Strohhalm verwenden.

Der Ursprung dieser Mode ist uebrigens unklar. Nach der Legende war die Stamm-Mutter der Long Neck-Karen ein Drache - oder sagt man 'Drachin' - mit einem schoenen langen Hals und die Frauen bemuehen sich, ebenso schoen zu werden. Jau sagte uns, die Ringe sollten urspruenglich vor Tiger-Bissen schuetzen, und auf unsere Frage, ob die Tiger nur Frauen essen, meinte sie, vielleicht seien die Maenner stark genug, um diesen Schutz nicht zu brauchen.

(Wir haben uebrigens eine Methode gefunden, Bilder in vertretbare Zeit auf die Site zu bringen: indem wir sie in der Kamera auf eMail-Format verkleinern. Lilo ist freilich 'not amused' ueber die Qualitaet dieser Bilder. - Morgen gehts es weiter nach Chiang Rai und danach wollen wir ueber die Grenze nach Laos. Dort soll es mit Internet eher traurig ausschauen; also wird es mit den Updates wohl wieder laenger dauern).



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