KARIN GOES FAR travel blog

Zocalo - Mexico City

Freiheitsstatue - Mexico City

Museo de Bellas Artes

Alameda Park

Kaefertaxi

Auf der Touristenbustour

Demonstrierende Mexikaner in Unterhosen

Kanaltour Xocimilco

Wiedermal meine Wenigkeit

Kanaltour Xocimilco


Meine letzte Busfahrt und ich konnte nicht einmal den vorbeiziehenden Landschaften nachhaengen. Es war alles schwarz. 10 Stunden im Bus bei Nacht. Immerhin hab ich gut geschlafen.

Am Montag morgen ausgeruht bzw. so ausgeruht wie man sich nach einer Nacht im Bus sitzend fuehlen kann, bin ich an meiner endgueltigen Endstation Lateinamerikas angekommen. Mexico City. Alle Mexikaner welche nicht im sogenannten D.F. (Distrito Federal) wie die Hauptstadt meist genannt wird wohnen, haben grossen Respekt vor der Kriminalitaet der Stadt. Jeder muss noch den guten Rat, doch auch bestimmt vorsichtig zu sein im D.F. loswerden sowie einem das uebliche "Suerte" (Glueck) hinten nach werfen. Ich weiss, sie meinens doch bloss gut, aber ich glaube inzwischen hab ich schlimmeres mitgemacht.

Ich war ja vor Jahren schon mal hier, hab mich also nicht vollkommen wie ein verlorenes Kind gefuehlt, war vorbereitet und hab einfach mal so zur Kenntniss genommen was um mich rum passiert. Schnell ist mir aufgefallen, dass die Leute hier verdammt nochmal unfreundlich, gestresst und genervt sind. Ist es das, was mich nun in der sogenanten Zivilisation erwartet? Unzufriedene, verbitterte Gesichter? Oh jeh, dann will ich vielleicht doch lieber wieder zurueck zum einfachen wenn auch nicht ganz unkomplizierten Backpackerleben.

Gleich nach Ankunft hab ich die 3-stuendige Touristenbustour mitgemacht, um die wichtigsten Must-Sees abhaken zu koennen, danach etwas in der Stadt umher geirrt und mich dem Konsumrausch hingegeben.

Am Tag zwei hab ich per Metro einen Ausflug in das 20km auserhalb der Stadtmitte (gehoert aber immernoch zur Stadt) Xochimilco und nach Coyoacan gemacht. Xochimilco was fuer die Kanaele und schwimmenden Maerkte bekannt ist, war ein Reinfall, aber mindestens hats mir geholfen rund 2 Stunden ueber die Runden zu bringen. Danach zum ehemaligen Wohnhaus von Frieda Kahlo, was wie solls auch anders sein, heute ein Museum ist. Das war auch tatsaechlich eindruecklich und die Stunden welche ich im Untergrund verbracht habe um von einer Seite der Stadt zur anderen zu kommen haben sich somit gelohnt.

Tag 3 wurde ich nun hoffentlich zum letzten mal mit der Ineffizienz von suedlaendischen Arbeitskraeften konfrontiert, welche mir, keine Ahnung warum einfach dauernd versuchen das Leben schwer zu machen. Ich will euch nicht mit den Einzelheiten quaelen, aber die haben mir ein TamTam gemacht, rund 6 Arbeitsstunden und Stress gekostet, fuer nichts und wieder nichts, bloss weil sie zu faul sind, zum Arbeiten ein Minimum an Hirnmasse zu aktivieren. Mann, macht das mich haessig!!!

Heute ist Tag vier und somit Abreiseteag aus der Hoehle des Loewen, der groessten Stadt der Welt und somit auch Tag des Abschieds von der Spanischen Sprache. Bisher hatte ich Glueck, mir wurde nichts gestohlen, aber man soll den Tag nicht vor dem Abend loben, bin ja noch nicht aus dem Land raus.

Es sind fast 11 Monate rum, seit ich die Schweiz verlassen habe und mich auf den Weg von Buenos Aires in Argentinien bis hierher nach Mexico City gemacht und teilweise auch gekaempft habe. Die Spanische Sprache, die suedlaendische Kultur, ungewohntes Klima, aussergewoehnliche Landschaften, unzaehlige Bekanntschaften, Abenteuer, Ueberraschungen, Emotionen, Gluecksgefuehl, Momente des Unglaubens, Freudentraenen, Kopfschuetteln und vieles, vieles mehr haben mich in den letzten Monaten begleitet und waren Schwerpunkt meines Lebens. Die letzten Monate waren fuer mich als haette ich taeglich ein neues Kapitel aufgeschlagen, taeglich ein Ueberraschungspaket geoeffnet und nie gewusst was damit auf mich zukommt. Ich glaube ich habe soweit das beste daraus gemacht und kann mich nun getrost etwas ruhigeren Monaten widmen. Was ab jetzt kommt ist einigermassen absehbar, ich werde mich in der 1. Welt Zivilisation bewegen, in Sydney bei einem Freund in einer Wohnung leben, mich hinter Schulbuecher verdruecken und mich auf die Resozialisierung zu Hause in der Schweiz vorbereiten. Ich glaube das grosse Backpackerabenteuerkapitel schliesse ich hiermit und stelle mich auf eine neue Umgebung fuer die 3. und letzte Etappe meiner grossen Weltreise ein. Adios y hasta luego America Latina, volvere!



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