KARIN GOES FAR travel blog

Platter Reifen auf der Fahrt zum Vulkan

Vulkan Pacaya

Lava ganz nah

Offensichtlich aktiver Vulkan

Lava bei Nacht

Am Sonntagsmarkt vom Chichicastenango

nochmal Chichimarkt

Leben im Massenschlag


Ich bin in Antigua Guatemala und nun seit Ewigkeiten wieder alleine unterwegs und habe endlich Zeit mich hier so lange auszuruhen, bis Kraft und Motivation wieder zu mir zurueckfinden um weiterzureisen.

Die ersten zwei Tage habe ich im Internet verbracht um die lange geschuldeten EMails zu schreiben, die Homepage welche ich aus Zeitmangel den letzten Monat voellig vernachlaessigt hab upzudaten und mich einfach wiedermal im Netz herumzutummeln um mich mit den Neuigkeiten der ganzen weiten Welt auf dem Laufenden zu halten.

Am Tag drei musste ich langsam aktiv werden, hab mit hunderten weiteren Touristen den Vulkan Pacaya besucht. Mich in einer Stunde steil rauf zum Lawafeld geschleppt, das momentan ziemlich aktiv erscheint. Man spricht davon, den Park zu schliessen, da die fluessige Lawa langsam ausser Kontrolle geraet und die Besteigung somit nicht mehr ganz ungefaehrlich ist. Aus einem mir nicht mehr nachvollziehbaren Grund hab ich die Nachmittagstour gewaehlt, obwohl ich doch wusste, dass es um diese Zeit taeglich regnet. Durch die einkehrende Nacht konnten wir zwar das Schauspiel miterleben, wie sich die Wolken ueber dem gluehenden Krater gespenstisch roetlich erhellten, der Abstieg in der absoluten Dunkelheit jedoch (nicht einmal der Guide hatte eine Taschenlampe dabei) in stroehmendem Regen ueber den steil abfallenden, matschigen schmalen Fussweg war nicht nur in hoechstem Masse unangnehm sondern gar unverantwortlich gefaehrlich. Aber auch das haben wir gluecklicherweise ohne Zwischenfaelle hinter uns gebracht.

Am Sonntag habe ich mit einem 3-stuendigen ungluecklichen Umweg den eigentlich 2 Stunden entfernten Sonntagsmarkt in Chichicastenango besucht. Bin durch Missinformationen ( vertrau niemals der Antwort eines einzigen Einheimischen, immer mindestens zwei fragen!) nach 5 Stunden Irrfahrt in 4 verschiedenen Chickenbussen endlich angekommen. Ja nu, sollte mich inzwischen ja nicht mehr wirklich aus der Ruhe bringen koennen, aber es nervt halt doch hin und wieder.

Der Markt selbst war wie zu erwarten ueberbevoelkert und nach zwei Stunden hatte ich auch schon wieder genug, da ich eh nichts kaufen konnte, weil mein Rucksack ansonsten wohl bald mal platzt.

Heute nochmal ausruhen und das hier schreiben, um morgen wieder aufzubrechen, weiter in der Geschichte, weiter auf die Reise nach San Pedro.

Dort plane ich einige Lektionen Spanischunterricht zu nehmen, vor allem um mir eine sinnvolle Beschaeftigung zu verschaffen und somit fuer eine kurze Zeit lang so eine Art Alltagsleben vorzutaeuschen. Ich bin noch immer erschoepft und schwach, obwohl ich die letzte Woche hier im Schnitt fast 10 Stunden pro Nacht geschlafen habe. Das Reisen nagt nach bald 8 Monaten langsam an meiner Substanz. Das untwerwegs sein hat bei Leibe auch seine Schattenseiten. Es bedeutet keine Privatspaehre, kein Raum fuer Rueckzug zu haben. In bisher unzaehlig vielen verschiedenen Massenschlaegen uebernachtet zu haben, sich mit 40 weiteren Backpacker ganze 2 Toiletten im Hostel zu teilen, 5 Tage hintereinander bloss Chicken mit Reis zu essen, fuer Tage wenn nicht Wochen nicht seine eigene Sprache sprechen zu koennen, normalerweise jeden 2. oder 3. Tag den Rucksack zu packen und natuerlich auch von Ort zu Ort zu schleppen, sich taeglich um seine eigene Sicherheit und den Verbleib seiner Wertsachen sorgen zu muessen. Wieviele 1000 Male habe ich wohl bisher schon mein Zahlenschloss auf- und zugesperrt?

Aber es geht weiter und ich bin sicher, dass ich nach einer weiteren Ruhepause am See wieder zu kraeften kommen werde. Bis bald also.....



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