Lilo & Peter Baumgartner: Asien 2006 travel blog

Vienna Beach in Lipah

Iluh fragte uns nach Tashi.

Am Morgen kommen die Fischerboote zuruek -

- direkt aus der Sonne

schwere Arbeit

Wir haben Vollmond ...

... und das Meer ist sehr rauh.

Gunung Agung, der Sitz der Goetter ...

... und die ...

... die von den Goettern ...

... beschuetzt werden.

An der Kueste zwischen Amed und Saraya reiht sich ein Fischerdorf an...

In den Bergen regnet es ...

... und am Meer scheint die Sonne.

In der Regenzeit braucht man massive Mauern -

- auch um die Hausgaerten.

Kampf ums Dasein gegen Wind und Wasser

Das Beispiel der Touristen hat gewirkt.

spontan und improvisiert: Gamelan-Spiel der Staff

Gespraech mit I Nengah ueber Kasten und Namen

Made, der Chef vom Vienna Beach

Movie Clips - Playback Requirements - Problems?

(MP4 - 2.17 MB)

Spass im Meer


Mit einer bequemen und halb leeren Fokker 100 fliegen wir von Maumere in einer Stunde nach Denpasar zurueck, verbringen einige Tage in Ubud und fahren dann nach Lipah.

Das Vienna Beach Resort hier hat Lilo mit Heidi vor etlichen Jahren durch Zufall entdeckt. Seine Attraktionen sind das Riff direkt vor der Haustuer und die freundliche Staff. Ausserdem ist der Osten von Bali trotz vieler neu gebauter Hotels noch immer recht ruhig.

Wir fahren diesmal nicht die uebliche Route durch das Landesinnere bei Sidemen mit seinen beeindruckenden Reis-Terrassen. Unser Fahrer zieht die neu hergerichtete Kuestenstrasse vor, und so kommen wir wieder einmal nach Candi Dasa, einem kleinen Ort, den Lilo mit Lore 1989 zum ersten Mal besucht hat und in dem wir in der Folge oft unsere Ferien auf Bali vebracht haben - bis uns die zunehmende Verschmutzung des Wassers an die Ostkueste der Insel vertrieben hat.

Wenn wir hier von Wasserverschmutzung reden, ist das natuerlich relativ. So tot wie das Mittelmeer ist das Meer vor Candi Dasa noch lange nicht. Aber das Bessere - Lipah - ist eben der Feind des Guten.

Im Vienna ist ziemlich viel Betrieb - auch das ist relativ gesehen -, aber wir kriegen den schoenen Bungalow, in dem im April des Vorjahres Lucia und Toni mit ihren Kindern Alex und Tashi gewohnt haben. Die Staff im Hotel ist noch immer die Gleiche, was fuer das Betriebsklima spricht, dass vom Manager Made mit Takt und vaeterlicher Gutmuetigkeit aufrecht erhalten wird. I Nengah ist noch da, der staendig lachende Chef-Kellner, von dem wir schon soviel ueber die Insel und seine Religion gelernt haben. Kumang hat seinen Deutsch-Wortschatz etwas erweitert und fragt, wie es Heidi geht und warum sie nicht mehr kommt. Und Iluh, die junge Kellnerin will wissen, ob wir kein Bild von Tashi mit haben.

Die Tage in Lipah vergehen mit Lesen, Tratschen und Schwimmen. Es ist Vollmond und das Meer ist etwas rauher, als wir es gewoehnt sind. Aber in der Vormittags-Flut kommt man ganz gut in das hoch gehende Wasser. Nur unsere gewohnten Nachmittags-Ausfluege ins Meer sind weniger bequem, weil man bei Ebbe und den relativ hohen Wellen an der Innenkante des Riffs aufpassen muss, dass es einen nicht ueber die Korallen zieht.

Das Riff selbst scheint uns noch recht gesund zu sein. Es gibt die vielen unterschiedlich geformten und gefaerbten Korallen mit ihren zahlreichen Bewohnern, an denen wir uns nie satt sehen werden. Es gibt zwar jetzt durch die starken Wellen mehr Sand als sonst im Wasser, aber weiter draussen, wo das Meer tiefer wird, reicht die Sicht noch immer mindestens zwanzig Meter weit. An dem grossen Felsen ca. 300 m vor dem Strand, der so gespalten ist wie ein balinesisches Tempeltor, vermisst Lilo die leuchtend roten Korallenstoecke, die im Vorjahr noch da waren. Und auch die Pumpheads, etwa einen Meter lange und sehr dicke Fische, denen wir im April des Vorjahres auf ihrer Vormittagsrunde durch die Bucht regelmaessig begegnet sind, haben sich diesmal noch nicht blicken lassen.

Als Heidi, Sabine und Lilo die Pumpheads zum ersten Mal hier gesehen haben, waren sie sehr beeindruckt von diesen Kolossen, die mit der Lethargie weidender Kuehe durch durch ihre Unterwassergaerten ziehen, da und dort ein wenig an den Korallen knabbernd, was man in der sonst so stillen Welt des Riffes auch hoeren kann. Wir haben diese gutmuetigen Dickerchen zunaechst fuer Napoleon-Fische gehalten. Aber Claudia auf Flores hat uns dann gesagt, dass es die Napoleons kaum mehr gibt. Sie gelten in China als Aphrodisiakum und wurden fast ausgerottet. Auf Grund unserer Beschreibung des eigenartigen und wie abgehackt geformten Kopfes hat Claudia dann unsere "Napoleons" per Ferndiagnose als Pumpheads identifiziert. Beim Liberty-Wrack in Tulamben, wo wir im Vorjahr mit Lucias Familie geschwommen sind, haben wir sie auch getroffen, unbeeindruckt von den zahlreichen Tauchern und Schnorchlern langsam durchs Wasser schwebend.

Zur Liberty, einem amerikanischen Frachter, der im 2. Weltkrieg hier versenkt worden ist, werden wir diesmal wohl nicht kommen. Aber ganz in der Naehe vom Vienna Beach liegt ein japanisches Wrack, dass wir vielleicht wieder besuchen werden und das auch im 2. Weltkrieg versenkt worden ist. Man koennte das fuer ein Spiel halten, dieses gegenseitige Schifferl versenken, wenn es nicht sovielen Menschen das Leben gekostet haette ...

Aber solche Gedanken denken wir kaum hier in der Ruhe und dem Frieden der Sonnentage am Vienna Beach. Das Schwimmen in der Bucht und das Wandern die Kuestenstrasse entlang, tief drunten immer das blaue Meer vor Augen, wird uns schon noch einige Tage hier fest halten. Nur mit dem Laden der Bilder muessen wir warten, bis wir wieder in Ubud sind. Aber gaebe es hier bessere Internet-Anschluesse, dann gabe es sicher mehr Touristen, und das waere uns dann auch wieder nicht recht.



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