Lilo & Peter Baumgartner: Asien 2006 travel blog

Inselwelt bei Ko Phi Phi

Der Tsunami 2004 hat eine Schneise in die Insel geschlagen.

Seither gibt es Warnungstafeln.

Erinnerung an die Opfer

Der Buddha-Baum stand im Zentrum der Tsunami-Welle - und hat ueberlebt.

Das Leben geht weiter.

Ko Phi Phi Ley

Froehliche Thais in Shwimmwesten ...

... und eine Oesterreicherin ohne.

Die Fische werden mit Futter angelockt.

wie Pilze im Wasser

klares Wasser in der korallenreichen Monkey-Bucht

Maya Bay

Durch diese Oeffnung kam die Welle.

Leben mit der Erinnerung


Die Faehre von Krabi nach Ko Phi Phi bringt uns ueber das nun schon gewohnte blaue Meer durch das nun schon gewohnte fantastische Gewirr von Inseln. Nur die Andamanen See, in der wir hier sind, geht etwas rauher, als wir es im Golf von Siam auf der Ostseite Thailands erlebt haben. Die Leute sagen, der Beginn der Regenzeit kuendigt sich an.

Auf Phi Phi siedeln wir uns an der Ton Sai Bay an. Das ist der belebteste Strand auf der Insel, aber wir bleiben ja nur einige Tage. In der Nachmittagshitze wandern wir bis ans Ende der Bucht. Die naechste Bucht - Long Beach - erreichen wir durch den Wald. Im Hinterland der Insel stehen die Bretter- und Bambushuetten, in denen jene Menschen leben, die den Touristen drunten am Strand das angenehme Leben verschaffen. Es liegt viel Geruempel um diese Huetten und viel Schmutz. Wieder zum Meer absteigend erreichen wir ein riesiges, neu erbautes Resort, in denen die Gaeste auf Elektrokarren ueber schmale Betonwege zwischen den Palmen zu ihren Bungalows gebracht werden.

Wir gehen zurueck in den Ort und queren die Insel bis zur Lohdalum Bay. Diese Bucht hatte die volle Wucht des Tsunami im Dezember 2004 auszuhalten gehabt. Hier gibt es keine Baeume mehr sondern nur noch Baumstuempfe. Obwohl schon viel neu gebaut worden ist, stehen zahlreiche Wassertuempel da als ideale Brutstaetten fuer die Moskitos (Wir schlafen auf dieser Reise zum ersten Mal unter unserem Moskito-Netz. In der Beton-Box, in der wir hausen, erfordert es einige Kreativitaet, das Netz zu montieren). Es liegt auf der ganzen Insel noch viel Geruempel herum und ueberall wird gebaut. Die meisten neuen Bungalows stehen nun hoch oben auf dem Hang, wo auch der Tusanmi im Jahr 2004 weniger Schaden angerichtet hat. Doch Charlies, das bekannte Backpacker-Quartier und -Restaurant, hat sein neues Haus wieder mitten in die Schneise gestellt, die der Tsunami hier geschlagen hat. An den Straenden da und dort stehen nun Warnungstafeln, auf denen die Fluchtwege zu den Huegeln eingezeichnet sein. Ein Wirt in einem Strassen-Wirtshaus, der den Tsunami auf seine Heimatinsel vor Phuket ueberlebt hat, sagt uns aber, er wuerde nicht auf den Berg fluechten sondern in ein Boot.

Einen Tag machen wir einen Schnorchel-Trip zu Ko Phi Phi Ley, der kleineren Nachbarinsel, die zu einem Naturschutzgebiet gehoert. Wir sehen die Maya Bay, in der in den 1990er Jahren der Film "The Beach" gedreht worden ist, der Phi Phi weltberuehmt gemacht hat. Dort gehen wir aber nicht an Land, denn das kostet inzwischen 200 Bhat pro Person und das ist unserem Skipper zu teuer; er sagt, die Wellen seien fuer eine Landung zu hoch; am Strand liegen freilich etliche Touristen-Boote, aber so gierig auf die Maya Bay sind wir ja nicht.

Es gibt noch eine grosse Zahl gut geschuetzter Buchten, in denen die Benuetzung von Wasser und Sand gratis geblieben ist. Wir schwimmen ueber schoenen Korallen und im Wasser gibt es nur ganz wenige Nesselquallen. Die Sicht zu den oft 15 m tiefer liegenden Korallenbaenken ist gut. Fische gibt es auch viele, fuer die Touristen werden sie aber zusaetzlich noch mit Futter anglockt. Neu fuer uns ist das Schnorcheln an den Felstuermen, die hier ueberall wie Pilze im Wasser stehen: Der Hut ist ueber Wasser, der durch die Brandung schmal genagte Stiel unter Wasser. In gut geschuetzten Buchten kann man trotz der rauhen See bis nahe an die Tuerme heran schwimmen. Die Felswaende, die in die Tiefe abfallen, sind von Korallen besiedelt. Diese Welt ist unter Wasser nicht weniger fantastisch als droben.

Wir sind hier auf der ueblichen Touristen-Route, die ueber Phi Phi Ley zuerueck zur Lohdalum Bay auf der Hauptinsel fuehrt - angeblich gibt es hier einen Shark Watching Point; wir sehen keine Haie, aber das macht uns nichts aus - ; weiter gehts zum Bamboo Island, einer kleinen Insel schon ziemlich weit drauessen im Meer, wo es einen schoenen Strand zum Schwimmen gibt und eine starke Stroemung, die wir aber fuer den Rueckweg zum Boot ausnuetzen koennen, indem wir an der richtigen Stelle ins Wasser gehen. Weniger vorsichtige Tour-Teilnehmer werden von der Staff unseres Bootes mit Kajaks geborgen.

Die letzte Bucht ist die Monkey Bay auf der Hauptinsel. Unser Bootsmann sagt, sie habe frueher anders geheissen, aber seit einige Touristen hier Affen gesehen haben, heisst sie eben Affen-Bucht. Einige uebermuetige junge Italienerinnen sagen im Spass, sie wollen ihr Geld zurueck, weil sie weder Haie noch Affen gesehen haben, es sei denn, der Maat waere ein Affe. Sowas ist an sich eine schwere Beleidigung, aber unser Maat ist Touristen gewoehnt und sagt nur: "And you mother of monkey. No money back."



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